Herumeiern ist der falsche Weg

Schwelm befindet sich im Wahlkampf – im zweiten Jahr in Folge. Nach der Kommunalwahl gilt es nun, im September den Bürgermeister zu wählen. Das macht die politische Arbeit in der flächenmäßig kleinsten Gemeinde in Nordrhein-Westfalen, die mit großen finanziellen Problemen zu kämpfen hat, nicht einfacher.


Sieben Fraktionen mischen im Rat der Stadt Schwelm mit. Das sind im schlimmsten Fall der Fälle sieben unterschiedliche Meinungen, die es gilt, unter einen Hut zu bringen. Das macht es einem Bürgermeister fast unmöglich, Sacharbeit für die Bürger zu leisten. Egal ob der einst Jürgen Steinrücke (CDU) hieß oder aktuell auf den Namen Jochen Stobbe (SPD) hört. Auch Gabriele Grollmann, der unabhängigen Kandidatin, die die Grünen, CDU, FDP und SWG/BfS als Geheimwaffe aus Münster ins Rennen um den Bürgermeisterstuhl in Schwelm schicken wollen, ist nicht zu beneiden. Auch sie müsste wohl mit wechselnden politischen Mehrheiten leben müssen.


Schwelm braucht große Politiker. Große Politiker sehen das Ganze und sind nicht nur am politischen Kalkül interessiert. Große Politiker verlieren das Ziel nicht aus den Augen. Ich vertraue darauf, dass Schwelm solch weitsichtige Politiker hat, die nicht nur den Wahlkampf im Blick haben.


Wichtige Beschlüsse müssen einstimmig getroffen werden. Herumeiern und keine Entscheidungen zu treffen, ist sicherlich der falsche Weg. Das bringt Schwelm nicht nach vorne. Das gilt für die Kunstrasenplätze, das gilt für eine Bebauung des Martfeld-Rasenplatzes und das gilt für die Bebauung des Sportplatzes an der Wilhelmshöhe. Die Bürger müssen wissen, woran sie sind.