Heißes Feuerwehrfest an der Berchemallee

Beim Fest an der Berchemallee wurden nicht nur Feuer gelöscht, sondern auch trockene Kehlen.
Beim Fest an der Berchemallee wurden nicht nur Feuer gelöscht, sondern auch trockene Kehlen.
Foto: Christian Werth

Gevelsberg..  Spielende Kinder, tanzende Mütter und staunende Väter am Wochenende auf dem Gelände des Löschzugs 2 an der Berchemallee. Dort verband die Freiwillige Feuerwache einmal mehr Unterhaltung und lebensrettende Sicherheitsinformationen miteinander und verzeichnete an allen drei Tagen eine große Resonanz.

Kreativprogramm für Kinder

Während am Freitagabend vor allem befreundete Löschgruppen und Vereine zum stimmungsvollen Auftakt mit Fassanstich und Dämmerschoppen gekommen waren, fanden am Samstag und Sonntag Familien mit Kindern den Weg nach Berge.

Dass es zuweilen richtig heiß wurde, lag nicht nur am Wetter. Schließlich warteten die Feuerwehrleute an den beiden Haupttagen mit spektakulären Brandbekämpfungs-Vorführungen auf. Diese feurigen „Actionshows“ simulierten einen Motorenbrand, einen Flüssigkeitsbrand und eine Fettexplosion. „Jeder zweite Lkw hat einen Feuerlöscher mit 6-kg-Pulverflasche an Bord. Deshalb zeigen wir, wie man einen brennenden Motor auch eigenständig löschen kann“, erklärt Zugführer Thomas Rummel.

Ein „Dauerbrenner“ unter den Themen ist indes die Gefahr einer Fettexplosion. Hier konnten die Besucher sehen, wie eine Holzhütte innerhalb kürzester Zeit komplett in Flammen stand. „So etwas zu sehen, bringt den ein oder anderen dann doch zum Überlegen und lässt ihn in Zukunft hoffentlich noch bedachter Handeln“, hofft stellvertretender Zugführer Sven Böhle auf die Wirkung der Vorführung.

„Carnage“ heizt Publikum ein

Darüber hinaus präsentierten die Brandbekämpfer die Einsatzmöglichkeiten von so genannten „Fognails“, die mit Hilfe eines feinen Wassernebels brennende Gebäude löschen und dabei auch in verwinkelte Hohlräume reichen können, die mit dem Feuerwehrschlauch unerreichbar wären.

Neben einem vielseitigem Kinderspielangebot, dass auf einer großen Spielstraße einmal mehr Hüpfburg, Kreativ- und Schminkangebote bereithielt, durfte der Nachwuchs auch die vielseitige Ausrüstung der Lebensretter in Augenschein nehmen. So durfte jedes Kind sogar einmal im Feuerwehrauto mitfahren und ließ so manch einen Vater vor Neid erblassen.

Dafür kamen die Großen am Abend in den Genuss eines stimmungsvollen Auftritts der Band „Carnage“, die mit Klassikern aus der gesamten Rock-Geschichte aufwartete und das Publikum bis zum späten Abend in Feierstimmung versetzte. Während eine große Tombola Glückspilze zu Spielen und Stofftieren brachte, diente eine Cocktailbar der Durstlöschung. Der Sonntagmorgen begann mit einem Gottesdienst, der traditionell vom Gemeindezentrum hochverlegt worden war.

In Planung und Durchführung waren sämtliche Mitglieder des Löschzugs eingebunden. Dies sind zurzeit 55 Aktive, wobei die Entwicklung vor allem in der Jugend positiv sei und man mit immerhin acht weiblichen Mitgliedern aktuell einen gewissen Frauen-Boom erlebe, berichtet Rummel. „Dennoch können wir weitere Leute gebrauchen. Schließlich kann man nicht genug Helfer haben“, lädt Sven Böhle ein und verweist darauf, dass es im Kreis der Freiwilligen Feuerwehr für jeden eine geeignete Tätigkeit gebe.