Heiße Show mit „Master of Hellfire“

Wuppertal..  Hubertus Wawra ist alles andere als gewöhnlich. Er sei laut und heftig, sagt er über sich selbst. Und deshalb passt er auch genau rein in das außergewöhnliche Ensemble vom Cirkus FlicFlac, das seit 25 Jahren für seine tollkühnen und irrsinnigen Vorstellungen bekannt ist. Am morgigen Freitagabend wird in Wuppertal Premiere gefeiert; der Titel der Jubiläumsshow lautet „Höchststrafe“. Um 20 Uhr geht es an der Carnaper Straße los.

„Es gibt sehr gefährliche Nummern bei Flic Flac zu sehen“, sagt der „Master of Hellfire“. So nennt sich Hubertus Wawra auf der Bühne, sein Name ist dabei Programm. Denn auch seine Darbietungen sind immer brandgefährlich – in zweierlei Hinsicht.

In erster Linie sei er Komiker, doch das Feuer sei bei seinen Auftritten immer eine Begleiterscheinung. „Ich bringe, die Leute zum Lachen. Wenn nicht, dann zünde ich sie an“, sagt er scherzhaft. In Wahrheit zündet er sich selbst an, es gibt dazu immer die ein oder andere Explosionen oder aber es passiert irgendetwas anderes mit Feuer. Er sei definitiv kein Zirkusclown mit roter Nase. Er provoziere gerne, sei nicht politisch korrekt und ist mit Spaß bei der Sache. Sein absoluter Traumjob, wie er sagt. Eine Karriere, an der er seit er ein kleiner Junge ist arbeitet. Er machte eine Ausbildung auf der Circus Space School in London zum Jongleur und Einrad-Artist, lernte Pyrotechniker und schaffte 2009 seinen ersten Eintrag ins Guinness Weltrekord-Buch mit Highspeed-Feuerschlucken, mit 68 Fackeln in einer Minute. Im vergangenen Jahr trat der gebürtige Thüringer im Europa-Park auf, nun hat er ein Ein-Jahres-Engagement bei Flic Flac.

„Hier sind alle Profis“, sagt er. Geprobt wird nicht mehr, einzig die Abläufe des über zweistündigen Programms werden aufeinander abgestimmt. „Es gibt keine Sekunde, in der nichts passiert“, verspricht er und ist nicht nur sprichwörtlich Feuer und Flamme für seine Zeit beim Zirkus. Nach den Auftritten in Wuppertal zieht es die Artisten nach Bremen, danach geht es weiter nach Köln. „Wer etwas richtig außergewöhnliches sehen will, der sollte zu uns kommen.“