Heimatfestabend findet eine Woche früher statt

Die Vorverlegung des Heimatfestabends hat für Stadt und Dacho einen charmanten Nebeneffekt: Die Nachbarschaften können in größerem Maße an der Gestaltung mitwirken. Dieses Foto entstand beim Heimatfestabend 2014.
Die Vorverlegung des Heimatfestabends hat für Stadt und Dacho einen charmanten Nebeneffekt: Die Nachbarschaften können in größerem Maße an der Gestaltung mitwirken. Dieses Foto entstand beim Heimatfestabend 2014.
Foto: WP

Schwelm..  „Gehen wir zum Auftakt des Schwelmer Heimatfestes lieber zum Heimatfestabend oder doch besser auf die Kirmes?“ Mit dieser Frage plagen sich seit Jahren viele Schwelmer und auch Auswärtige. In diesem Jahr wird sich diese Frage nicht mehr stellen. Die Stadt hat offiziell verkündet, dass der von ihr ausgerichtete Heimatfestabend 2015 erstmals vom Heimatfest-Wochenende entkoppelt wird und eine Woche vorher stattfindet.

Schwelm macht es wie Gevelsberg

Damit wird wahr, was bereits seit Wochen bei Stadt und Dacho diskutiert wird. Schwelm macht es Gevelsberg nach, wo der Kirmesabend deutlich vor der eigentlichen Kirmes stattfindet. Kulturbüro-Leiterin Gabriele Weidner und Bürgermeister Jochen Stobbe gaben die Entscheidung am Mittwochabend im Rahmen des Kulturausschusses in dessen Sitzung in Haus Martfeld bekannt. „Der Heimatfestabend wird um eine Woche vorverlegt und wird dieses Jahr am Freitag, 28. August, stattfinden“, hieß es. Unverändert bleiben werden die Veranstaltungszeiten: Die Seniorenvorstellung beginnt um 16 Uhr und die Abendveranstaltung startet Punkt 20 Uhr, übrigens wieder in der Eventhalle, wie Bürgermeister Jochen Stobbe ausführte. Das Heimatfest selbst findet von Freitag, 4. September, bis Dienstag, 8. September, statt.

Zwei Gründe sprechen aus Sicht der Stadt für die Vorverlegung. Zum einen geht man damit der Konkurrenz der Kirmes, die seit 2004 am Heimatfest-Freitag startet, aus dem Weg.

Seit Jahren, so Kulturbüro-Leiterin Gabriele Weidner, seien die Besucherzahlen beim Heimatfestabend rückläufig, was auch damit zusammenhänge, dass sich viele Schwelmer, auch aus den Nachbarschaften, verpflichtet fühlten, sich auf der Kirmes blicken zu lassen bzw. dort eingebunden sind. „Wir versprechen uns von der Vorverlegung eine höhere Besucherzahl, da die Verlockung, an diesem Abend die Kirmes besuchen zu wollen, entfällt“, ergänzte Weidner im schriftlichen Teil ihres Berichtes.

Der zweite Grund, der mit ausschlaggebend war: Die Nachbarschaften, die maßgeblich das Programm des Heimatfestabends mitgestalten, sind eine Woche vorher längst nicht so im Stress, wie am Heimatfest-Wochenende selbst. Mit der Vorverlegung komme man auch „dem Wunsch der Dacho und der Nachbarschaften entgegen, die durch den Endspurt bei ihren Bautätigkeiten für den Heimatfestzug zum Teil auf den Heimatfestabend verzichten mussten“, hieß es dazu im schriftlichen Bericht des Kulturbüros.

Dacho-Vorsitzende Christiane Sartor will nun bei den Mitgliedern die Werbetrommel rühren, dass sich die Nachbarschaften in diesem Jahr am Heimatfestabend noch mehr in die Programmgestaltung miteinbringen.

Umbau Haus Martfeld

Zu Beginn der Kulturausschusssitzung führte Kulturbüro-Leiterin Gabriele Weidner die Vertreter der Politik durch die umgebauten Räume von Haus Martfeld. In neuem Gewand stellt sich unter anderem der Empfangsbereich dem Besucher vor – mit einer modernen Infotheke, Monitoren, auf denen aktuelle und kommende Veranstaltungen angezeigt werden, und Stehtischen, die Gelegenheit zum Austausch oder zur Lektüre von Infoflyern und Broschüren bieten. Nicht mehr wiederzuerkennen ist auch der hintere Raum, in dem früher die alten Rollregale standen.

Sie wurden ins Untergeschoss der Grundschule am Ländchenweg gebracht, wo sich nun das Außenlager des Stadtarchivs befindet. In dem nun wieder Platz bietenden, hell gestrichenen Raum im Haus Martfeld befindet sich unter anderem ein Arbeitsplatz für Archiv-Besucher und der eines Archiv-Mitarbeiters. Die wichtigsten Akten und Dokumente sind in modernen Rollschränken in den Räumen dahinter untergebracht.

Ausgeräumt wurde auch der Raum, wo sich früher die historische Bibliothek befand. Hier zog inzwischen das Büro der Museumsleitung ein. Die historische Bibliothek zieht in diesen Tagen in den Tor-Turm um.

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