Heilenbecke Talsperre guter Standort für Wasserkraftwerk

An der Heilenbecke Talsperre bei Ennepetal könnte es bald ein Wasserkraftwerk geben.
An der Heilenbecke Talsperre bei Ennepetal könnte es bald ein Wasserkraftwerk geben.
Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
Die Heilenbecke Talsperre bei Ennepetal ist nach Ansicht der Bezirksregierung Arnsberg ein gut geeigneter Standort für ein Wasserkraftwerk. Das bestätigt eine Studie.

Ennepetal.. Die Heilenbecke Talsperre gehört zu insgesamt 13 sogenannten „Wasserkraft-Potenzialstandorten“ in der Region, die im Rahmen einer Studie näher untersucht und als lohnenswert bezeichnet werden. Prof. Dr.-Ing. Reinhard Döpp, der Vorsteher des Wasserbeschaffungsverbands Ennepetal-Milspe und des Heilenbecke Wasserverbands, würde sich freuen, wenn diese Art der Energiegewinnung in Ennepetal umgesetzt würde und erklärt, dass es bereits Überlegungen in diese Richtung gebe.

Die Fallhöhe des Wehrs mit etwa 15 Metern sei gut, so Döpp, das Wehr grundsätzlich dafür geeignet mit einer Turbine bestückt zu werden. Die Energie, die so gewonnen würde, könne dann zum größten Teil für die eigenen Anlagen genutzt werden, vorausgesetzt der Heilenbecke Wasserverband oder der Wasserbeschaffungsverband würden das Kraftwerk selbst betreiben.

Doch noch ist dieses Thema Zukunftsmusik, die Vorstellung der möglichen Standorte erst einmal nur als Diskussionsgrundlage gedacht. Die Bezirksregierung beabsichtigt, dadurch Transparenz im Entscheidungsprozess zu erzielen – und zwar sowohl für potenzielle Investoren und Betreiber als auch für die Naturschutz- und Fischereiverbände.

Großteil der Wasserkraftanlagen älter als 50 Jahre

Fakt ist, dass Arnsberg ungenutzte Wasserkraftpotenziale nutzen möchte, entweder, indem bestehende Kraftwerke effizienter ausgebaut oder eben neue errichtet werden. Ein Großteil der Wasserkraftanlagen ist nach Angaben der Bezirksregierung älter als 50 Jahre. Ziel sei es, die Wasserkraft innovativ zu nutzen und gleichzeitig einen Beitrag zur Verbesserung des Gewässer- und Fischschutzes zu gewährleisten, heißt es von Seiten der Bezirksregierung.

Trinkwasser Zudem biete das Land in diesem Zusammenhang Fördermöglichkeiten an. In der besagten Studie „Ermittlung des erschließbaren Restpotenzials im Regierungsbezirk Arnsberg“ ist die Wirtschaftlichkeit allerdings nicht bewertet worden, eine weitere Prüfung der Standorte würde im nächsten Entwicklungsprozess erfolgen – auch was die Gewässerverträglichkeit angeht.

Heilenbecke Talsperre entstand von 1894 bis 1896

Die Heilenbecke Talsperre wurde von 1894 bis 1896 gebaut und diente lange Zeit als Wasserreservoir für die Hammerwerke und Schleifkotten an der Heilenbecke. Heute wird sie fast ausschließlich zur Trinkwasserversorgung genutzt. Betrieben wird die Talsperre vom Heilenbecke Wasserverband, dessen Mitglieder der Wasserbeschaffungsverband und der Angelsportverein Königsangler Voerde gebildet wird.

Der Wasserbeschaffungsverband bezieht sein Rohwasser aus der Heilenbecke Talsperre und bereitet es auf. Dann fließt es als gutes Trinkwasser ins Versorgungsgebiet Milspe.