Heftiger Unfall am Vogelsang

Zwei Verletzte und knapp 30 000 Euro Schaden sind die Bilanz dieses Unfall am Samstag auf der Hagener Straße am Vogelsang in Gevelsberg. Ein Verkehrschaos in beide Richtungen ist die Folge. Die Schuldfrage ist noch nicht hundertprozentig geklärt
Zwei Verletzte und knapp 30 000 Euro Schaden sind die Bilanz dieses Unfall am Samstag auf der Hagener Straße am Vogelsang in Gevelsberg. Ein Verkehrschaos in beide Richtungen ist die Folge. Die Schuldfrage ist noch nicht hundertprozentig geklärt
Foto: WP

Gevelsberg..  Ein heftiger Unfall mit zwei Verletzten und sehr hohem Sachschaden sorgte am Samstag in Gevelsberg, Hagen und Ennepetal dafür, dass sich auf der B7 eine ganze Zeit lang kein Rad mehr drehte. Knifflig: Nach Aussagen, der Unfallbeteiligten und von Zeugen ist die Schuldfrage nicht eindeutig geklärt. Hier wird wohl irgendwann ein Gericht darüber befinden.

Welche Fakten gibt es bisher? Es war 17 Uhr, als ein 31-jähriger Gevelsberger mit seinem weißen Mercedes CLS sich auf der Hauptverkehrsstraße in Höhe des Hauses 389 in den fließenden Verkehr Richtung Hagen einordnen wollte. Dabei übersah er wohl den grauen VW Golf Variant eines 22-jährigen Gevelsbergers, der in Richtung Innenstadt unterwegs war. Der Zusammenstoß war derart heftig, dass der Golf durch die Wucht des Aufpralls in einen parkenden grünen VW Lupo geschleudert wurde.

Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst rückten umgehend aus. Während die Polizeibeamten die Hagener Straße in beide Richtungen komplett sperrten und den Unfall aufnahmen, waren es die Kameraden des Rüstzugs der Hauptwache und des Löschzugs 2 (Berge), die den eingeklemmten Mercedes-Fahrer aus seinem Wagen befreiten.

Aus dem Wagen befreit

Dieser kam schwer verletzt mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus, der 22-jährige Golf-Fahrer verletzte sich bei dem Zusammenstoß leicht und wurde vor Ort im Rettungswagen behandelt. Dennoch herrschte Erleichterung bei den 23 Einsatzkräften der Feuerwehr, die mit fünf Wagen ausgerückt waren, denn ursprünglich waren mehrere eingeklemmte Personen gemeldet gewesen.

Die Feuerwehrleute sicherten die Einsatzstelle, und streuten auslaufende Betriebsmittel ab. Die Polizei gab die Fahrbahn zumindest teilweise um 17.29 Uhr frei. Bis die Aufräumarbeiten allerdings abgeschlossen waren und die Fahrzeuge – die Polizeibeamten schätzen den Gesamtschaden auf 29 000 Euro – abgeschleppt waren, dauerte es noch bis 18.21 Uhr. Dann rückten auch die Feuerwehrleute wieder ein. Im Nachgang des Unfalls, der in beide Richtungen der ehemaligen Bundesstraße für kilometerlange Staus sorgte, gibt es noch viel Arbeit für die Ermittler, denn wegen unterschiedlicher Aussagen der Fahrer und auch von Unfallzeugen ist die Schuldfrage nicht eindeutig zu klären gewesen.

Ist der Mercedes-Fahrer aus einer Hofeinfahrt gekommen oder vom Seitenstreifen aus gestartet? War der Fahrer des Golfs zu schnell unterwegs und hätte er den Zusammenstoß bei korrekter Geschwindigkeit verhindern können? Diese Fragen wird wohl ein Verkehrsrichter beantworten müssen.