Hausbrand in Gevelsberg - Dackel rettet Familie das Leben

Innerhalb weniger Minuten war die Feuerwehr angerückt und löschte den Hausbrand in Gevelsberg.
Innerhalb weniger Minuten war die Feuerwehr angerückt und löschte den Hausbrand in Gevelsberg.
Foto: Feuerwehr
Dackel "Hannelore" hat der Familie Harbig vermutlich das Leben gerettet. Denn sein Bellen weckte die Gevelsberger am frühen Dienstagmorgen auf – gerade noch rechtzeitig bevor das Einfamilienhaus in Flammen stand.

Gevelsberg.. Bevor das Haus am Hedtbleck vollkommen in Flammen stand, weckte Dackel "Hannelore" die Bewohner auf. „Das war Rettung in letzter Sekunde“, sagt Familienvater Sascha Harbig, der auch der Gevelsberger Feuerwehr dankbar ist. „Die haben hier großartiges geleistet.“

Notruf abgesetzt

Um 5.05 Uhr wählte Andrea Harbig den Notruf, gerade in dem Moment, als die Feuermelder im Haus ansprangen. In aller Hast griff sie eine Skihose für ihren Sohn Mika, die auf der Leine hing, packte Schuhe und Jacken und flüchtete nach draußen. Erst dort realisierte sie, was gerade um sie herum passierte.

Die Feuerwehr sei schnell da gewesen, erinnert sich Andrea Harbig einige Stunden später. „Zum Glück wurde niemand verletzt und auch den Pferden im Stall ist nichts passiert“, sagt sie. Wie es nun weiter geht, das wissen die Gevelsberger noch nicht. „Wir haben das Haus vor eineinhalb Jahren gekauft, alles neu gemacht. Nun müssen wir von vorne anfangen.“ Wann sie zurück ins Haus können, ist noch offen.

Die Familie ist nun erst einmal bei der Mutter untergekommen. Am Dienstagmittag haben sie sich Kleidung für die nächsten Tage gekauft. Was nicht verbrannt ist, ist verrußt oder vom Löschwasser durchnässt. Die Polizei nahm gestern die Ermittlungen zur Klärung der Brandursache auf und geht von einem technischen Defekt aus. Sie schätzt den Sachschaden aktuell auf über 100 000 Euro.

Dachgeschoss komplett ausgebrannt

Das zu Wohnzwecken ausgebaute Dachgeschoss ist komplett ausgebrannt, auch das erste Obergeschoss ist stark mitgenommen. Das Dach wurde provisorisch abgedeckt. „Nur gut, dass wir versichert sind“, sagt Sascha Harbig, das größte Glück sei aber, dass alle gesund sind und mit einem Schrecken davon gekommen seien.

Brandgeruch aus dem Kinderzimmer - Hund bellt

Was genau passiert ist, das können Sascha und Andrea Harbig nicht sagen. Sie hörten es poltern und den Hund bellen. „Ich dachte, er hat was umgeschmissen, also habe ich nachgeschaut“, sagt Andrea Harbig. Dann bemerkte sie den Brandgeruch. Sie durchsuchte die Zimmer und sah an der Decke des Kinderzimmers Feuer. Darüber liegt das ausgebaute Dachgeschoss, wo gerade ein Gast schlief.

„Ich habe einfach nur ,Es brennt!’ gerufen und alle nach draußen geschickt“, erinnert sie sich. Die verbrannten Reste des Gästebettes und der Bettwäsche liegen nun auf der Wiese vor dem Haus. „Das hätte auch anders ausgehen können“, sagt die Gevelsbergerin und ist froh über die Hilfe, die sie am Morgen hatten. Nachbarn seien bei der Feuerwehr, wussten sofort, was zu tun war.

Etwas schwierig war dem Einsatzbericht zufolge die Wasserversorgung in der Straße, denn der nächste Hydrant ist etwa 500 Meter von der Einsatzstelle entfernt. Etwa 25 Schläuche mussten eingesetzt werden. Da die Löschfahrzeuge mindestens 1000 Liter Wasser am Fahrzeug haben, konnte die Zeit bis zur Herstellung der Wasserversorgung überbrückt werden.

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