„Hatten nie mit Rechtsextremisten zu tun“

Schwelm..  Der Streit um die Nachbarschaft Heimatfreunde Loh gärt weiter. Mittlerweile beschäftigen sich mit den gegenseitigen Anschuldigen nicht mehr nur Rechtsanwälte und die Facebook-Gemeinschaft, sondern auch die Dacho hat für diese Woche eine Stellungnahme zu den Vorgängen angekündigt, die bisher in dem Ausschluss zweier ehemaliger Obernachbarn und eines ehemaligen Geschäftsführers gipfelten. Gestern erreichten uns zwei persönliche Stellungnahmen.

Das sagtObernachbarin Frielingsdorf

In ihrem Statement, das in Auszügen auch in Internetforen nachzulesen ist, spricht die amtierende Loher Obernachbarin Margarete Frielingsdorf im Zusammenhang mit „diesen Schmierereien und Verdächtigungen im Netz“ von „Rufmord“. Die „Schmierfinken sollten sich mal fragen, ob Ihr überhaupt wisst, was Ihr unserem Verein und unseren ganzen Mitgliedern damit antut, oder ist es nur, um von Euch ablenken zu wollen.“ Von einer rechten Gesinnung innerhalb des Vorstandes bzw. einer Unterwanderung will Margarete Frielingsdorf nichts wissen: „Wir haben und hatten nie mit Rechtsextremisten oder ähnlichem zu tun, niemals einen derartigen im Verein, und wir distanzieren uns auch in Zukunft von solchen Leuten aufs Schärfste.“ Und über die auf Facebook veröffentlichten Anschuldigungen über den amtierenden Geschäftsführer der Loher, Axel Hellmann, schreibt sie: „Walter Boecker hat natürlich daraufhin Erkundigungen über Axel eingeholt und Ihr könnt mir glauben, Herr Boecker hatte vorzügliche Verbindungen und er hätte mit Sicherheit etwas erfahren, wenn Axel zu einer rechtsradikalen Gruppe gehört hätte. Sämtliche Auskünfte über Axel waren einwandfrei, und Herr Boecker hat ihm daraufhin einen Aufnahmeantrag gegeben und ihm damit sein Vertrauen bekundet.“

Das sagtUwe Korngiebel

Aber auch Uwe Korngiebel, ehemaliger Obernachbar und einer der drei aus dem Verein ausgeschlossenen ehemaligen Mitglieder der Heimatfreunde Loh, gab gestern in unserer Redaktion eine Stellungnahme ab. Es wisse bis heute nicht offiziell, warum er aus dem Verein ausgeschlossen worden sei. Sein Anliegen sei immer gewesen, für das Heimatfest zu bauen. Das habe er 25 Jahre lang getan. Auf der Jahreshauptversammlung, die er noch vor Eröffnung mit dem Rechtsanwalt und den anderen Ausgeschlossenen wieder verlassen hätte, habe er Mitglieder gesehen, die er noch nie im Leben vorher gesehen hätte. „Axel Hellmann hat es geschafft, die Leute gegeneinander auszuspielen.“ Die neue Satzung der Nachbarschaft sei seiner Meinung nach ein Ermächtigungsgesetz. Der Vorstand werde auf vier statt zwei Jahre gewählt, Monatsversammlungen gebe es nur noch alle zwei bis drei Monate. „Die Mitglieder wissen dann gar nicht mehr, was Sache ist.“

Für Uwe Korngiebel hätten die Loher ihre Augen vor der Realität verschlossen. „Ich will eigentlich nur noch meine Ruhe und mit diesem Verein nicht mehr in Verbindung gebracht werden“, so der Ex-Obernachbar, der zwischen 2005 und 2010 die Geschicke der Loher bestimmt hat.