Grünes Licht für Planung des Ennepegartens

Im Bereich Neustraße / Voerder Straße / Haus Ennepetal soll entlang der Ennepe der Ennepegarten entstehen.
Im Bereich Neustraße / Voerder Straße / Haus Ennepetal soll entlang der Ennepe der Ennepegarten entstehen.
Foto: WP

Ennepetal..  Das Integrierte Handlungskonzept (IHK) „Innenstadt im Wandel“ steht kurz vor der Verabschiedung. Der Ausschuss für Stadtentwicklung billigte die nach der öffentlichen Vorstellung Ende April (wir berichteten) erarbeitete Endfassung einstimmig. Nun muss das Werk, das Ziele und Maßnahmen für die Entwicklung des Stadtzentrums bündelt und verknüpft, noch Hauptausschuss und Rat passieren. Gleichzeitig mit der Verabschiedung des Konzepts brachte der Ausschuss erste Einzelmaßnahmen auf den Weg.

Agentur, Leitsysteme und mehr

„Es ist ein stimmiges Konzept, das zukunftsweisend ist, und die darin enthaltenen Maßnahmen scheinen realisierbar und förderungswürdig“, erklärte Dr. Petra Kappe (SPD) in der Ausschusssitzung. Es trage dazu bei, dass die Innenstadt sich auffällig verändern und das zu einem positiven Wandel führen werde. Auch CDU-Fraktionsvorsitzender Daniel Heymann meinte, dass sich das Ergebnis sehen lassen könne. Allerdings bemängelte er die zu geringe Bürgerbeteiligung. So seien bei der letzten Veranstaltung im Rahmen der Erarbeitung des Konzepts nur zwölf Bürger dabei gewesen.

Der Ausschussvorsitzende Theo Bicking (SPD) beantragte, dass die Stadtverwaltung eine Präsentation erarbeiten solle, die bei der Stadtfete „Ennepetal MittENdrin“ gezeigt werden kann.

Die Verwaltung wurde zudem beauftragt, in einem ersten Schritt zur Umsetzung des Konzepts folgende Einzelmaßnahmen vorrangig zu erarbeiten:

Ennepegarten: Der Bereich vom Rande des Haus-Ennepetal-Geländes bis zur Ecke Neustraße/Voerder Straße soll unter Einbeziehung der Ennepe parkähnlich gestaltet werden.

Verbindungen Haus Ennepetal-Voerder Straße: Die Voerder Straße soll in Richtung des derzeit im Bau befindlichen Berlet-Elektrofachmarktes gestalterisch geöffnet werden. Die bisherigen Treppenaufgänge sind nicht barrierefrei und unattraktiv. Unter anderem soll eine Rampe einen barrierefreien Übergang ermöglichen.

Haus Ennepetal: Das Haus Ennepetal soll überplant werden. Zu entscheiden ist, ob das Haus grundlegend saniert, teilweise oder ganz abgerissen oder umgebaut werden soll.

Innenstadtagentur: Diese Einrichtung soll verschiedene Maßnahmen der Innenstadtentwicklung begleiten und koordinieren. Der Aufgabenbereich umfasst vor allem das Geschäftsstraßenmanagement, die Beratung und Unterstützung von Gewerbetreibenden sowie von Eigentümern im Hinblick auf die Vermietung ihrer Objekte, den Aufbau von Gemeinschaftsservices wie Lieferdienst und Gutscheinsystem sowie die Ausrichtung und Ausweitung der Innenstadtwerbung.

Fußgängerleitsystem: Zwischen Bahnhof und Industriemuseum soll eine Beschilderung installiert werden, die Hinweise auf touristische Ziele und Informationen zur Stadtgeschichte gibt.

Parkleitsystem: Es sollen Wegweiser zum Zentrum in der weiteren Umgebung und im Nahbereich der Innenstadt ab Kölner Straße und Neustraße Hinweise auf die Parkplätze aufgestellt werden.

Bebauungsplan Nr. 15 Innenstadt : Die geänderten Vorgaben sollen durch eine Überarbeitung des Bebauungsplans Nr. 15 „Stadtkern Ennepetal-Milspe“ berücksichtigt werden und so mehr Planungssicherheit und schnelleres Handeln bei der Umsetzung von Maßnahmen – nicht zuletzt durch Investoren – ermöglichen.

Ryszard Chodak (FWE) und Thomas Braun (FDP) wiesen darauf hin, dass die Projekte im Zusammenhang mit dem Haus Ennepetal erst in Angriff genommen werden sollten, wenn die Entscheidung über die Zukunft des Hauses gefallen sei. Dr. Petra Kappe hielt dem entgegen, dass gerade der Ennepegarten ihrer Fraktion sehr am Herzen liege. Das Projekt sei zügig umsetzbar und zeige, dass sich etwas tue. Stephan Langhard, Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung, betonte, dass man bis Oktober Förderanträge für das kommende Jahr stellen müsse. Daher sollte man möglichst nicht warten. Kämmerer Dieter Kaltenbach erklärte, dass es auch möglich sei, Maßnahmen zeitlich nach hinten zu verschieben. Zudem könnten Planungen auch nach Förderzusagen geändert werden, wenn man das gut begründe. Der Ausschuss stimmte schließlich einstimmig zu.