Gottesdienst unter strahlend blauem Himmel

Festliche Klänge zu Christi Himmelfahrt: Musikalisch gestaltet den Gottesdienst im Hülsenbecker Tal der Posaunenchor des CVJM-Kreisverbandes Schwelm unter Leitung von Thorsten Schlüter.
Festliche Klänge zu Christi Himmelfahrt: Musikalisch gestaltet den Gottesdienst im Hülsenbecker Tal der Posaunenchor des CVJM-Kreisverbandes Schwelm unter Leitung von Thorsten Schlüter.
Foto: WP

Ennepetal..  „Wo Menschen sich verbünden, den Hass überwinden, und neu beginnen, ganz neu, da berühren sich Himmel und Erde, dass Friede werde unter uns“, sangen die Gottesdienstbesuchter unter einem strahlend blauen Himmel. Eine feierliche Atmosphäre herrschte im Hülsenbecker Tal. Der traditionelle Himmelfahrtsgottesdienst an der Musikmuschel, der vom Evangelischen Kirchenkreis Schwelm und dem CVJM Kreisverband Schwelm veranstaltet wurde, stand unter dem Motto „Da berühren sich Himmel und Erde“.

Mehr als 300 Gläubige aus den Gemeinden und dem CVJM im Kirchenkreis Schwelm kamen in Ennepetals Naherholungsgebiet, um gemeinsam Gottesdienst an Christi Himmelfahrt zu feiern. „Auch wenn es geregnet hätte, hätten wir am Gottesdienst, wie immer, teilgenommen“, sagten Werner und Ellen Balke, die aus Rüggeberg gekommen waren.

Pfarrer Uwe Rahn hält die Predigt

Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Posaunenchor des CVJM-Kreisverbandes unter Leitung von Thorsten Schlüter gestaltet. Pfarrer Uwe Rahn stellte zu Beginn seiner Predigt die Frage, wo der Himmel sei. Da, wo Gott wohnt? „Jesus schied von ihnen und fuhr gen Himmel. So beendete der Evangelist Lukas sein Evangelium. Lapidarer ist es kaum vorstellbar. Was hätte er über Christi Himmelfahrt schreiben können. Wie viel Wunderbares und Märchenhaftes schwingt in dieser Szene mit? Stattdessen sind seine Aussagen kurz und bündig, so, als handele es sich um das Selbstverständlichste auf der Welt, dass jemand in den Himmel auffährt“, sagte Uwe Rahn. „Wo ist der Himmel? Das Himmelreich fängt da unter euch an … – so beginnen Gleichnisse, die Jesus erzählt. Ein Romantiker würde es so ausdrücken: Es war, als hätte der Himmel die Erde still geküsst.

Fröhlicher Kindergottesdienst

Ein Gläubiger erfährt die Erfüllung aller Verheißungen, und Liebende erleben den Himmel auf Erden.“ Es seien Gleichnisse, die uns helfen, eingefahrene Wege zu verlassen, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Der Himmel auf Erden, das Reich Gottes, ist da, wo wir einander wahrnehmen, unsere Bedürftigkeit erkennen, und verzeihen und helfen.“

Im Fürbittengebet hieß es: Heute bitten wir dich für die vielen Menschen, denen Wesentliches zum Leben fehlt, Essen, Trinken oder Glaube, Hoffnung und Liebe. Zu dir rufen wir: Lass sie den Himmel auf Erden spüren!

Für kleine Besucher gab es einen fröhlichen Kindergottesdienst, den die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der CVJM-Kreise am nahe gelegenen Bach gestaltet hatten.

Zu den Besuchern zählten unter anderen die Erste Bürgermeisterstellvertreterin und Vorsitzende des Verkehrsvereins, Anita Schöneberg, Pfarrer Achim Härtel und Pfarrerin Ellen Härtel sowie Pfarrer André Graf.

Uwe Rahn schloss vor dem Segen mit den Worten: „Wenn man liebevoll miteinander umgeht: Das ist der Himmel auf Erden.“

INFO:

Fest etabliert ist beim Himmelfahrtsgottesdienst der Waffel- und Getränkestand des CVJM Altenvoerde.

Mit dem Erlös und auch dem Erlös aus der Kollekte wird die seit mehr als 25 Jahren bestehende Partnerschaftsarbeit zwischen dem CVJM Altenvoerde und dem YMCA in Sierra Leone/Westafrika, hier im Rahmen des Projektes „Mit Ebola kommt jetzt der Hunger – wir können etwas dagegen tun mit Solidarity Rice“, unterstützt.

So hatten Martina Schmidt­Hagemeier und Andrea Laatsch 100 kleine Beutel mit Reis und einer Zwiebel sowie einem ­Reisrezept aus Sierra Leone, ­
eine Idee des CVJM Rüggeberg und des CVJM Gevelsberg, bestückt.

Der Kreisvorsitzende des CVJM, Rudolf Krenzer, der sich dafür bedankte, „dass so viele gekommen sind“, legte die Reis-Beutelchen jedem Besucher ans Herz: „Drei Euro. Aber allein das Rezept ist viel mehr wert.“