Gewerbegebiet im Winkel ist voll

Bürgermeister Claus Jacobi (links) und Lena Dobrick von der Wirtschaftsförderung freuen sich über die Unternehmen, die sich im Winkel angesiedelt haben.Wie Jens Heidrich, der mit seinem Wohnkabinencenter ins Gewerbegebiet zieht.
Bürgermeister Claus Jacobi (links) und Lena Dobrick von der Wirtschaftsförderung freuen sich über die Unternehmen, die sich im Winkel angesiedelt haben.Wie Jens Heidrich, der mit seinem Wohnkabinencenter ins Gewerbegebiet zieht.
Foto: WP

Gevelsberg..  Der Platz an der Körner Straße ist für Jens Heidrich und sein Wohnkabinencenter sechs Jahre nach dem Umzug nach Gevelsberg längst zu eng geworden. Im Oktober ist sein Neubau „Im Winkel“ fertig. Im Sommer 2012 hatte er sich das erste Grundstück in dem neuen Gewerbegebiet gesichert, drei Jahre später sind fast alle Flächen bereits verkauft.

Etwa 3,5 Hektar vermarktet

Etwas weiter unterhalb von Heidrichs Gebäude bauen die Gebrüder Nolte ihr Autohaus. Die Firma LS Industrielacke hat ebenfalls schon mit den Bauarbeiten nebenan begonnen und sich zudem eine Fläche für eine mögliche Erweiterung gesichert. Bereits eingezogen ist „Tricer“, eine Art Projektmanagement-Firma oberhalb vom zukünftigen Wohnkabinencenter. Und die Firma „Die Bekleber.com“ wird aller Voraussicht nach im November im Winkel die neuen Räumlichkeiten beziehen, erklärt Lena Dobrick von der Wirtschaftsförderung, die sich freut, dass die Vermarktung des Gewerbegebietes so gut lief. Einzig zwei Flächen seien noch nicht verkauft. Die eine sei jedoch reserviert und mit der anderen Firma sei die Stadt sich einig, einzig der Notarvertrag fehle. Mittlerweile gibt es auch eine Warteliste, denn Flächen auf der so genannten grünen Wiese sind rar gesät.

Das Gewerbegebiet Silschede Süd-Süd steht noch in den Startlöchern und wird wohl erst in drei Jahren in die Vermarktung gehen. Es ist mit etwa 5,5 bis 6,5 Hektar doppelt so groß wie das im Winkel und soll in Verlängerung des bestehendes Gebietes in Richtung Autobahn verlaufen. Ein verstärktes Augenmerk soll deshalb nun auf die großen Industriebrachen in der Stadt gelegt werden: beispielsweise Sinnerhoog, Breitenfeld und Haßlinghauser Straße. Mit zwei Interessenten gebe es zudem konkrete Gespräche, erklärt Jacobi. Diese seien sehr interessant und arbeitsplatzintensiv.

Warteliste bei Stadt

Der Gevelsberger Jens Heidrich beschäftigt aktuell fünf Mitarbeiter, bis 2017 will er auf zehn Angestellte aufstocken. Demnächst habe er auch mehr Platz, die Aufbauten für Pick-ups zu präsentieren, die er verkauft. Für Menschen, die mobil sein wollen und sich auf der Ladefläche ihres Wagens eine Wohnkabine montieren lassen. Für den Standort habe nicht nur der Platz, sondern auch die verkehrsgünstige Lage gesprochen. Da er der einzige Händler dieser Art in Deutschland sei, habe er viel Kundschaft von außerhalb der Region. „Für meine Kunden ist eine Autobahn in der Nähe sehr wichtig.“ Aber auch die Unternehmerfreundlichkeit der Stadt habe ihn dazu gebracht, in den Standort zu investieren, betont Jens Heidrich.