Geschichte des Pfarrbezirks beginnt nicht erst mit der Kapelle

Die Geschichte des Altenvoerder Pfarrbezirks beginnt nicht mit dem Bau der Kapelle im Jahr 1928. Schon 1904, als eine christliche Erweckungsbewegung den regionalen Raum durchzog, wurde der Wunsch laut, in Altenvoerde ein eigenes Gotteshaus zu bauen.

Es dauerte bis 1907, da genehmigte der aus der Voerder Geschichte bekannte Amtmann von Pressentin, Gottesdienste in einem Raum der 1885 erbauten Evangelischen Volksschule Altenvoerde zu feiern. Später, als Chöre gegründet und die Jugendarbeit recht rege war, durften auch noch die Räume der von den Erben Altenloh 1900 errichteten Kleinkinderschule (heute DRK-Heim) benutzt werden.

In zwei Jahrzehnten war die Gemeindearbeit sehr gewachsen, trotz ständig wechselnder Hilfsprediger. Auch die Inflation war nach 1922 überstanden, so dass das Voerder Presbyterium und weitere Gremien den Bau eines Altenvoerder Gotteshauses genehmigten. Am Palmsonntag, dem 1. April 1928, konnte es als „Kapelle“ eingeweiht werden. Nach mehreren Aus- und Umbauten wurde daraus die Martin-Luther-Kirche.

Nun hatten die Altenvoerder zwar ihre Kapelle, aber keinen eigenen Pfarrer – die kamen immer noch aus Voerde. Erst nach zehn Jahren wurde Altenvoerde ein eigener Pfarrbezirk der Ev. Kirchengemeinde Voerde und Pfarrer Walter Breer erster Altenvoerder Pfarrer.

Großer Umbau in den 60er Jahren

Am 13. April 1945 beschädigten drei Artilleriegeschosse beim Einmarsch der Amerikaner das Gebäude stark. Erst Ende der 40er Jahre konnten kleinere Bausanierungen mit Hilfe von Spenden der Gemeindeglieder durchgeführt werden. Größere Umbauarbeiten mussten bis Anfang der 60er Jahre zurückgestellt werden, weil Pfarrhaus und Jugendheim dringlicher waren.

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