Gemeinsames Gewerbegebiet für drei Städte

Die Gevelsberger Straße L 891 Richtung Wuppertal-Nächstebreck: Hier könnte einmal das neue interkommunale Gewerbegebiet entstehen.
Die Gevelsberger Straße L 891 Richtung Wuppertal-Nächstebreck: Hier könnte einmal das neue interkommunale Gewerbegebiet entstehen.
Foto: Ralf Sichelschmidt

Schwelm..  Die Kreisstadt braucht dringend neue Gewerbegebiete, um neue Betriebe vor Ort ansiedeln und auch alteingesessene Betriebe halten zu können. Doch als flächenmäßig kleinste Gemeinde in Nordrhein-Westfalen kann Schwelm geeignete Flächen nicht ohne weiteres ausweisen. Der Platz ist begrenzt. Einen Ausweg aus der Misere verspricht die Schaffung eines interkommunalen Gewerbegebietes.

Seit einiger Zeit werden deshalb vom Ennepe-Ruhr-Kreis in Zusammenhang mit dem Regionalverband Ruhr und den kreisangehörigen Städten Untersuchungen zur Entwicklung interkommunaler Gewerbeflächen durchgeführt. In einem Gespräch, das im Januar mit Vertretern der Städte Sprockhövel, Gevelsberg und Schwelm stattgefunden hat, wurde nun folgendes vereinbart:

Städteübergreifende Vereinbarung

Die Stadt Schwelm und die Stadt Sprockhövel werden, auf der Machbarkeitsstudie basierend, die Fläche für ein gemeinsames Gewerbegebiet beim Regionalverband Ruhr als Träger der Regionalplanung anmelden bzw. beantragen.
Die Verwaltung der Stadt Gevelsberg ist ebenfalls an der Entwicklung des Gewerbegebietes interessiert und kann sich eine finanzielle Beteiligung vorstellen. Die Politik soll im März einen entsprechenden Beschluss fassen.
Der gemeinsame Antrag der Stadt Gevelsberg und der Stadt Schwelm zur Berücksichtigung des interkommunalen Gewerbegebietes im Regionalplan wird durch die Kreisverwaltung gegengezeichnet und unterstützt.

In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtplanung (AUS) unterrichtete Egbert Lethmate vom städtischen Fachbereich Planung/Bauordnung die Politik über den Stand der Dinge. Natürlich geht es bei der Angelegenheit um Geld und die Verteilung der Gewerbesteuer. Heinz-Jürgen Lenz (CDU) wollte Näheres wissen: „Gibt es ein Konzept, nach dem die Gewerbesteueraufteilung zwischen den beteiligten Kommunen erfolgen könnte?“ So richtig zufriedenstellen mit seiner Antwort konnte auch Bürgermeister Jochen Stobbe den Christdemokraten nicht: „Überlegungen ja, aber es gibt noch keine Vereinbarung darüber, wie es aussehen könnte.“

Als Standort für das interkommunale Gewerbegebiet ist eine Fläche zwischen Haßlinghausen und Schwelm im Gespräch. Der Suchraum befindet sich beidseitig des westlichen Teils der Gevelsberger Straße und grenzt an die Autobahn 1 (Nächstebreck). Auf Schwelmer Seite ist der Suchraum ca. 70 ha groß, wovon rund die Hälfte der Fläche bebaut werden könnte.