Gelungene Premiere für den Nachtflohmarkt

Sie sorgten für das Gelingen des Marktes (von links): Isabell Becher und Doris Muylkens-Germann (2takter), die Organisatoren Cornelia Ruhnau und Helmar Bioly sowie Lennert Olma, Richard Hoppe, Marik Paroth und Christian Reichler (Band DBTM). Es fehlt Mitorganisatorin Sina Ruhnau.
Sie sorgten für das Gelingen des Marktes (von links): Isabell Becher und Doris Muylkens-Germann (2takter), die Organisatoren Cornelia Ruhnau und Helmar Bioly sowie Lennert Olma, Richard Hoppe, Marik Paroth und Christian Reichler (Band DBTM). Es fehlt Mitorganisatorin Sina Ruhnau.
Foto: WP

Ennepetal..  Gucken, kaufen, gehen – nein es war viel mehr beim 1. großen Nachtflohmarkt in Ennepetal. Dazu bei trugen natürlich das Ambiente des Industriemuseums, das sorgfältig ausgewählte Beiprogramm und nicht zuletzt das riesige Angebot der Händler aus nah und fern. Mehr als tausend Menschen besuchten in der Zeit von 17 bis 23 Uhr den großen Saal im Industriemuseum, so die Bilanz der Veranstalter aus Ennepetal, Cornelia und Sina Ruhnau sowie Helmar Bioly. Sie waren nicht enttäuscht worden. Ihr Konzept ging auf.

Besonderes Flair

Es war ein Kommen und Gehen. Die Händler hatten noch nicht ganz ihre Tische bestückt, da standen schon die ersten Besucher im Saal. Draußen, auf dem Gelände des Museums, wurden Brote gebacken, Forellen gegrillt und Bratwürste gewendet. 74 Aussteller boten ihre Ware im großen Saal des Museums an. „Neue Sachen haben wir nicht zugelassen“, sagt Cornelia Ruhnau. Eigene Bastelarbeiten seien aber willkommen gewesen.

Kenner von Trödelmärkten erkannten schnell das hohe Niveau. Es gab unter anderem hochwertigen Schmuck, altes Spielzeug von der Dampfmaschine bis zum Herd für Kinder und pfiffige Kleidungsstücke sowie Bücher, auch für Freunde der Literatur. Ausstellerin war auch Silke Alam-Martini, die langjährige Leiterin der Förderschule in Oberbauer. Für Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen gab es ein Wiedersehen mit der Frau, die sich in Ennepetal für die Förderung lernschwacher Kinder verdient gemacht hat. Ex-Feuerchef Rainer Kartenberg war mit seiner Frau von einem Kulturausflug nach Essen direkt zum Flohmarkt gekommen und stand interessiert vor einem alten Feldtelefon. „Haben wir auch im Archiv auf der Wache“, sagte er. Zwei Männer hatten ein altes Verkehrsspiel in der Hand und konnten sich kaum satt sehen.

Noch einmal zum Flair der Veranstaltung. Die „2takter“, es sind die Sängerin Isabell Becher aus Münster und die Pianistin Doris Muylkens-Germann aus Schwelm, ließen französische Chansons und auch Lieder von Zarah Leander durch den Saal perlen. Die junge Hagener Gruppe „DBTM“ bot British-Rock, anregend für die Ohren, aber nicht zu laut, um das Trödelgeschehen zu stören. Lennart Olma, Richard Hoppe, Maik Paroth und Christian Reichler bilden die DBTM-er. Und dann gab es noch etwas Schönes: Kunst. Ulla Dransfeld, Beate Koch, Michael Barth (Fotografie) und Max Morlock stellten aus.

Hin und wieder zog ein Duft von Waffeln durch den Saal. Sie waren gefragt, als der Kuchen ausgegangen war.

Noch zur späten Stunde kamen Besucher ins Industriemuseum. Andere zogen schon mit voll bepackten Tüten zu den Parkplätzen. Wie man hört, waren alle zufrieden: Anbieter, Käufer und Veranstalter und auch die „Sehleute“.

INFO:

Der nächste Termin für einen Nachtflohmarkt mit Kunst und Kuriosa im Industriemuseum steht schon fest: Es ist der 24. Oktober. Infos und Anmeldung unter www.ennepefloh.de.

Die Idee zum Nachtflohmarkt wurde im Dortmunder Kulturzentrum „Depot“ geboren. Dort waren Cornelia und Sina Ruhnau sowie Helmar Bioly zu Gast.