Gebau zahlt fünf Prozent Dividende

Freuen sich über ein gutes Geschäftsjahr: Die Gebau-Vorstände Michael Lendeckel (links) und Martina Cramer (Vierte von links), Aufsichtsratschef Klaus Baumann (rechts) sowie die Aufsichtsratsmitglieder.
Freuen sich über ein gutes Geschäftsjahr: Die Gebau-Vorstände Michael Lendeckel (links) und Martina Cramer (Vierte von links), Aufsichtsratschef Klaus Baumann (rechts) sowie die Aufsichtsratsmitglieder.
Foto: WP

Ennepetal..  Das wird die Gebau-Mieter freuen: Seit Montag steht fest, dass sie eine Dividende in Höhe von 5 Prozent und eine genossenschaftliche Rückvergütung in Höhe von 5 Prozent auf die Nettomieten erhalten. Allein die Rückvergütung betrage 60 Prozent einer Netto-Monatsmiete, hieß es in der Mitgliederversammlung der Genossenschaft im Haus Ennepetal. „Wir können es uns leisten“, sagte Vorstand Michael Lendeckel, und auch Klaus Baumann, Gebau-Aufsichtsratsvorsitzender und Bürgermeister in Breckerfeld, freute sich sehr, dass die hohe Dividende von 5 Prozent (wohl einmalig bei Wohnungsbaugenossenschaften in der Region) und die Mietrückvergütungszahlung wieder einmal möglich sind.

Modernisierungen und Neubau

„Seit 25 Jahren gibt es bei uns die Rückvergütungen“, sagte Vorstand Martina Cramer, als sie die Bilanzen erläuterte. So wurde 2014 ein Jahresüberschuss von 306 845,10 Euro erwirtschaftet. Die Eigenkapitalquote liege bei 74 Prozent.

Die Mitgliederzahl der Gebau stieg im vergangenen Jahr von 1736 auf 1739 an. Am Jahresende 2014 verwaltete die Genossenschaft 1422 Wohnungen, 565 Garagen und ein Verwaltungsgebäude.

Vorstand Michael Lendeckel: „Im oberen und mittleren Ausstattungssegment besteht nach wie vor Nachfrage.“ So habe die Instandhaltung und Modernisierung des zukunftswürdigen Wohnungsbestandes sowie der Neubau von komfortablen Genossenschaftswohnungen (alle Häuser mit Aufzug) absolute Priorität. Mit einer Nettomiete von 6,75 Euro pro Quadratmeter für moderne Wohnungen sei man sehr weit entfernt von den Mietpreisen in der „Rheinschiene“. „In zunehmendem Maße werden die Nutzungsgebühren (Miete) durch die Betriebskosten geprägt“, berichtete Lendeckel.

2014 gab die Genossenschaft 2,4 Millionen Euro für Instandsetzungen, Modernisierungen und bauliche Veränderungen aus. „Wir bewegen etwas,“ kommentierte Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Baumann. „Wir arbeiten mit heimischen Handwerksbetrieben.“

Zusätzliche Investitionen diskutiert

Sowohl Baumann als auch Lendeckel sprachen von einer guten Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat. Beide dankten den Gebau-Mitarbeitern. Schon in seinen Begrüßungsworten hatte Klaus Baumann den Genossenschaftsgedanken gewürdigt: Das Wohnrecht gelte bis zum Lebensende und sei vererbbar. „Die Genossenschaftswohnungen geben Sicherheit“, sagte Baumann. Er erläuterte auch das Ergebnis der gesetzlichen Prüfung. „Alles ist in Ordnung.“ Vorstand und Aufsichtsrat betonten übereinstimmend: „Die finanziellen Verhältnisse der Genossenschaft sind geordnet.“

In der Versammlung regte das Gebau-Mitglied, CDU-Stadtrat Frank Wittig, an, in der jetzigen Niedrigzinsphase weitere Baumaßnahmen durchzuführen. Dass dies diskutiert werde und er persönlich dafür Sympathien zeige, sagte Vorstand Michael Lendeckel. Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Baumann sieht das kritischer: „Auch diese Darlehen müssen wir zurückzahlen“, sagte er und betonte in einem Schlenker, dass seine Stadt Breckerfeld schuldenfrei sei.

In den Aufsichtsrat wiedergewählt wurden einstimmig Klaus Schüßler (in Abwesenheit) und Peter Marten. Peter Schnurbusch erhielt zwei Gegenstimmen.

In der Mitgliederversammlung teilte Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Baumann auch mit, dass Vorstandsmitglied Martina Cramer für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt wurde. Cramer, schon seit vielen Jahren in der Gebau-Führung, ist die Finanzchefin der Genossenschaft.

Valerie Meister, bisher Auszubildende, hat mit einem „Einser-Ergebnis“ die Abschlussprüfung als Immobilienkauffrau bestanden. Für sie gab es Beifall.