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Feuer in Ennepetal

Ganz Voerde steht unter Schock

22.02.2012 | 19:51 Uhr

Ennepetal.Ganz Voerde steht seit Mittwoch unter Schock. Die Nachricht hatte sich schnell verbreitet: Ein Mann tot! Der Westfälische Hof ausgebrannt! Kurz vor vier Uhr heulten die Sirenen und rissen viele Bürger aus dem Schlaf. Kurz danach stand die ganze Lindenstraße unter Blaulicht. Aus dem Gebäude schlugen meterhohe Flammen. Der Brand war im ersten Obergeschoss ausgebrochen. Dort wohnte auch der 65-jährige Mann, der im Feuer umkam. Der leblose Körper wurde gegen 7 Uhr von den Einsatzkräften in seiner Wohnung aufgefunden. Jede Hilfe kam zu spät.

Die anderen Bewohner konnten das Haus selbstständig verlassen, so Stadtbrandmeister Rainer Kartenberg, der auch den Einsatz leitete. Die Geretteten, unter denen auch - nach Angaben der Stadt zwei Kinder waren – wurden vorübergehend in einem Bus der VER untergebracht.

Drei Wohnungen waren bewohnt, u.a von einer pakistanischen Familie. Sie konnte später in einer möblierten Wohnung untergebracht werden. Dafür sorgten die Mitarbeiter städtischen Ordnungsamtes, die auch vor Ort waren. Die andere Familie, dabei handelte es sich um den Sohn des Eigentümers, kam privat unter.

Eigentümer des Hauses ist Jochen Ross, ehemaliger CDU-Stadtrat und ehemaliger Vorsitzender des Voerder Schützenvereins. Die Höhe des Schadens stehe noch nicht fest, meinte dieser im Gespräch mit unserer Zeitung.

Gesamte Ennepetaler Wehr auf den Beinen

Die gesamte Ennepetaler Feuerwehr war auf den Beinen. Unterstützt wurde sie von den Schwelmern und Gevelsbergern Kollegen. Die Polizei sperrte die Lindenstraße ab und leitete den Verkehr um. Der Berufsverkehr geriet ins Stocken.

In den Nebenstraßen herrschte soviel Verkehr wie zur Voerder Kirmes. Noch am späten Vormittag drang dicker Qualm aus dem maroden Dach. Die Feuerwehrleute waren pausenlos im Einsatz. Denn es galt, die Glutnester im Inneren des Gebäudes zu löschen.

Sei es im Kreiselmarkt oder beim Friseur Axel Meyer: Es gab nur ein Thema: das Feuer. Der Westälische Hof war in aller Munde. Und das ist kein Wunder: Denn die Traditionsgaststätte ist ein Stück Voerde.

Auch Bürgermeister Wiggenhagen machte sich in der Frühe selbst ein Bild von den schrecklichen Ereignissen.

Glücklicherweise nahmen die Häuser in der Nachbarschaft keinen Schaden durch das Feuer. Sie blieben vollkommen verschont.

Sabine Nölke

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