FWE will Politik in Ennepetal aktiv mitgestalten

Im Bild von links: FWE - Fraktionsvorsitzender Rolf Hüttebräuker, Gerd Peters (Vorsitzender der Freien Wähler im Ennepe-Ruhr-Kreis ), Bürgermeisterkandidatin Imke Heymann und der wiedergewählte Vorsitzende der FWE, Volker Imlau.
Im Bild von links: FWE - Fraktionsvorsitzender Rolf Hüttebräuker, Gerd Peters (Vorsitzender der Freien Wähler im Ennepe-Ruhr-Kreis ), Bürgermeisterkandidatin Imke Heymann und der wiedergewählte Vorsitzende der FWE, Volker Imlau.
Foto: WP

Ennepetal..  Die Freien Wähler, bei der letzten Kommunalwahl erstarkt und nun mit vier Sitzen im Rat der Stadt vertreten, wollen die Politik in Ennepetal aktiv mitgestalten, wie der Vorsitzende und Stadtrat Volker Imlau in der Jahreshauptversammlung im Heim des TV Altenvoerde auf dem Jahnplatz im Beisein der Landesverbandsgeschäftsführerin Martina Dietz (Gevelsberg) sagte.

Weil große Herausforderungen anstünden, habe man sich zur Kooperation mit der CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen entschlossen. Imlau: „Wir müssen die Innenstadt zukunftsfähig machen, den Haushalt der Stadt in den Griff bekommen und die Stadtverwaltung zukunftsweisend aufstellen!“ Dazu benötige man klare Mehrheiten. Die von der SPD geäußerte Kritik an der Kooperation wies Imlau zurück. „Die SPD redet von Basisdemokratie und Transparenz, aber sie lehnte einen Bürgerentscheid zur Fußgängerzone ab. Wo bleibt der SPD-Antrag zur Transparenz bei den Stadtbetrieben und bei der Kluterthöhlen- und Freizeit GmbH?“ fragte er.

Rückblick des Fraktionschefs

Es gebe keine persönlichen Animositäten gegenüber der SPD-Bürgermeisterkandidatin Anita Schöneberg. „Sie ist eine gute stellvertretende Bürgermeisterin, und das soll sie auch bleiben“ Abweichend vom Manuskript sagt Volker Imlau: „Mit dem Akkordeon durch die Vereine zu ziehen, reicht nicht.“ In Imke Heymann, der auch von CDU. FDP und den Grünen unterstützten Bürgermeisterkandidatin, sieht der FWE-Vorsitzende eine „Frau mit Kompetenz und ohne Verflechtungen in Ennepetal“, die in der Lage sei, die Stadtverwaltung wie ein Unternehmen zu führen.

Der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Stadtrat, Rolf Hüttebräuker, bemängelte in seinem Rückblick, dass bei den Beratungen zum Gebäudekonzept der Stadt die CDU abgesprungen sei und die SPD dann auch. Der Stadt sei es nicht gelungen, die Kluterthöhle als Heilstollen staatlich anerkannt zu bekommen. Getroffen werde müsse eine Entscheidung über die Zukunft des alten Bahnhofsgebäudes. Hüttebräuker sagte zu dem Kooperationsabkommen: „Wir wollen mitgestalten und kein Stückwerk mehr.“ Zur AfD fand er nur einen Satz: „Kommunalpolitik kann sie nicht.“

Imke Heymann will Transparenz

Bürgermeisterkandidatin Imke Heymann sagte: „Ich habe keine Altlasten und kann neutral auf Themen eingehen.“ Sie kündigte eine „Modernisierung der Stadtverwaltung“ an. Ihr Grundgedanke sei die Transparenz. Ihr Lebenslauf zeige, dass sie auch ohne Ehemann Daniel Heymann (er ist CDU-Fraktionschef – die Red.) im Beruf erfolgreich sei. Sie könne zuhören, entscheiden und Menschen mitnehmen, für Ennepetal neue Wege finden.

Gerd Peters, der Vorsitzende der Freien Wähler im Ennepe-Ruhr-Kreis, hatte zu Beginn der Versammlung von der Arbeit im Kreistag berichtet. Die mit den Piraten gebildete Fraktion arbeite gut und harmonisch. Man werde gehört und sei sogar mit einem Antrag zur Breitbandversorgung erfolgreich gewesen. Ein großes Problem müsse im Kreis gelöst werden. Es gehe um die Zukunft der VER, die so Peters, laut Gutachten ihre Selbstständigkeit verlieren könnte. Gerd Peters: „Gleich wie die Entscheidungen ausfallen: Der Standort Büttenberg muss erhalten bleiben.“