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Fuzo-Brunch wurde zum Adventsmarkt

16.12.2007 | 18:37 Uhr

Ennepetal. Premiere gelungen. Das war ein Adventsmarkt, der seinen Namen verdient: Esel, Krippen, Duft von Zimt und Anis, Sternenkinder und "offenes Feuer" bei den Jongleuren. ...

... Der Fuzo-Brunch des City-Managements wurde zu einem heimeligen Adventsmarkt auf dem Milsper Marktplatz umfunktioniert..

Man hatte sich kräftig ins Zeug gelegt, im Vorfeld rote Schleifen an der prächtigen Nordmanntanne angebracht. Die Stadtverwaltung, die erstmals einen Adventsmarkt organisierte, hatte die Holzhütten kostenfrei zur Verfügung gestellt. Urteil der Händler: Prima!

Bis auf Kinderkarussell und Weihnachtsmann waren ausschließlich Ennepetaler Händler und Vereine vertreten. Denn wie auch bei jedem Fuzo-Brunch sei die Stärkung der heimischen Händler Ziel des Adventsmarktes gewesen, insbesondere derjenigen, die derzeit durch die Bauarbeiten der Fuzo Benachteiligungen in Kauf nehmen müssen. Ein Lob galt den bauausführenden Firmen der Fuzo. Die Pflasterarbeiten im Bereich vor dem Ringkaufhaus wurden pünktlich zum Adventsmarkt fertiggestellt. Der festliche Markt war als zur Jahreszeit passenden Ergänzung zum Fuzo-Brunch gedacht.

Bürgermeister Michael Eckhardt eröffnete den Adventsmarkt und zeigte sich erfreut vom neuen Ambiente des Marktplatzes. Das erwecke Vorfreude auf die im Sommer fertiggestellte Fußgängerzone, die ebenso schmuck aussehen werde. Eckhardt dankte u.a. dem Wirtschaftsförderer Wilhelm Wiggenhagen und Ulrich Schilling vom City-Management sowie den Ausstellern für die Mühe, ein derart breites Angebot aufgefahren zu haben. "Lassen sie sich von der weihnachtlichen Stimmung einfangen", riet Eckhardt den winterfest gekleideten Menschen.

Was gab es zu entdecken? Optik Finis hatte seine Fichte mit Brillen geschmückt. Hans Hermann Pöpsel vom Arbeitskreis Stadtgeschichte präsentierte seine Veröffentlichungen. Der Stadtmarketingverein um Stadtrat Manfred Schott hatte wärmende Wässerchen kreiert, so "Altenvoerder Bollerkopp", "Täckel-Diesel" und "Ennepe Wasser".Auch konnten dort Besucher, die ein Paket in die Weihnachtsbäume vor den Geschäften angebracht hatten, Geschenkgutscheine im Wert von 10 Euro und 50 Euro gewinnen. Das Mehrgenerationenhaus schenkte u.a. Glühwein aus; Mädchen und Jungen führten einen Lichtertanz auf - und der Marktplatz war rappelvoll.

Die Ev. Stiftung Loher Nocken war mit einer "lebenden Krippe" gekommen, die neben Doris Gringel Carsten Korngiebel beaufsichtigte. Da standen die Esel Willi und Rudi. Mister Schafbock habe partout nicht auf Reise nach Milspe gehen wollen. Neu hinzugekommen als "Händler-Akteure" waren "Via Vinum" (dort gab es weißen Glühwein) und Feinkost Filici, dessen Salsiccia-Stand mit italienischem Weihnachtspunsch umlagert war. Renate Zoller lockte mit Reibekuchen zugunsten der Basketballabteilung der TG Voerde, die Tee-Insel von Heike Göbel hatte sich mit der Buchhandlung Bäcker zusammengeschlossen, und eine Krippenausstellung präsentierte die Familie Bockor. Cafe Kartenberg, erstmalig dabei und "total begeistert", so Hans-Caspar Kartenberg, hatte Baumkuchen, "den König aller Kuchen", im offenen Feuer live auf einer klassischen Walze gebacken. Rund 10 Backvorgänge in Handarbeit seien nötig, um vom süßen Werk naschen zu können.

Aufmerksamer Besucher war auch der SPD-Landtagsabgeordnete Hubertus Kramer. Der Weihnachtsmann bescherte Kinder, die ein Gedicht vortrugen. Aloha Nails verzauberte Fingernägel mit einem adventlichen Schimmer. Der Förderverein der Ev. Kirche Rüggeberg lockte mit Weihnachtsschmuck, die Ev. Jugend Milspe hatte ein Quiz ausgetüftelt. Auch die Johanniter Unfallhilfe war vertreten.

Als es dämmrig wurde, zeigten Jugendliche der Stiftung Loher Nocken eine Fackel-Jonglage, erhielten großen Applaus. Auf dem Adventsmarkt waren u.a. Bodo Baumgartner vom Polizei-Bezirksdienst zu entdecken, dem eine "ganz junge Dame" eine rote Rose überreicht hatte, Stadtplaner Ulrich Höhl und Bürgermeisterreferent Michael Däumig, der "obenherum" schon die Weihnachtsmann-Mode des kommenden Jahres trug. Nicht ein Besucher war dabei, der nichts Positives über die Erstauflage des Milsper Adventsmarktes von sich gab. Besser kann ein Neubeginn nicht funktionieren. Man sei sicher, so Wilhelm Wiggenhagen und UlrichSchilling, dass der Erfolg des Marktes weiteren Händlern einen Ruck geben werde, mitzumischen. Die Dabeigewesenen versprachen: "Wir sind beim nächsten Zusammentreffen wieder dabei!"

Bilder finden Sie bei WR Bilder Weihnachtsmärkte im Südkreis.

Von Angelika Trapp

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