Fünfzigmal gemütliche Plauderei zum Frühstück

Ohne sie ginge es nicht: Der Heimatvereinsvorsitzende Robert Dörnen dankt den Damen, die mit ihrem großen Einsatz immer wieder für das Gelingen des Prölken Koffis sorgen.
Ohne sie ginge es nicht: Der Heimatvereinsvorsitzende Robert Dörnen dankt den Damen, die mit ihrem großen Einsatz immer wieder für das Gelingen des Prölken Koffis sorgen.
Foto: WP

Ennepetal..  Seit gut 13 Jahren lädt der Heimatverein Voerde alle Interessierten zum gemeinsamen Kaffeetrinken in das Evangelische Gemeindezentrum Voerde ein. Der „Prölken Koffi“ erfreut sich wachsender Beliebtheit. Zum 50. gab es nun neben Kaffee und Brötchen großes Lob für die Frauen in der Küche und einen Gutschein für ein Frühstück außerdem.

Um kurz nach acht schon erste Gäste

Morgens um kurz nach acht, wenn die ersten Gäste schon auf den Stühlen im Gemeindesaal sitzen und sich die Zeit mit den ersten Prölken, den ersten Gesprächen, vertreiben, herrscht in der Küche Hochbetrieb. Brötchenhälfte um Brötchenhälfte wird geschmiert, belegt und auf den Tellern drapiert. Bevor der Zeiger nicht Punkt neun Uhr anzeigt, wird noch nicht einmal ein Schluck Kaffee ausgegeben. Da sind der Vorstand des Heimatvereins und das Küchenteam streng. „Wären wir es nicht, kämen die Menschen schon um sieben“, ist sich der ehemalige Vorsitzende des Heimatvereins Manfred Michalko sicher. Schlimm wäre das aber mit Sicherheit auch nicht, dafür hat Michalko zuviel Spaß am Prölken Koffi und daran, dass durchschnittlich 46 Gäste der Einladung folgen.

Abgezählt wird hier nichts, wer drei Brötchen essen will, isst eben drei. Und wer nur mit einer Hälfte zufrieden ist, der kann auch teilen. Bezahlt wird, wie es gerade passt. Bei Künstlern nennt man diese Form der Entlohnung „Hutgeld“. Zum Heimatverein Voerde passt der gespendete Brötchencent in das Konzept, finden der erste Vorsitzende Robert Dörnen und sein Vorgänger Manfred Michalko beim gemeinsamen Koffi im Foyer des Gemeindehauses.

Die Grundidee des Prölken Koffis erläutert Michalko: „Wir wollten damals, unabhängig und ohne Konkurrenz zum plattdeutschen Abend, ein Café für Ältere schaffen. Einen Ort, an dem man sich treffen kann und einfach erzählt.“ Von früher, von heute, Dönekes und auch mal einen Witz.

Seinen Lieblingswitz will Horst Winkel nicht erzählen. Der ist nicht zitierfähig. Winkel kommt seit dem ersten Café zum Kaffee. „Es ist angenehm, in der Gemeinschaft zu sein und andere näher kennenzulernen“, sagt der Voerder, der außerdem immer wieder Neues über die Heimatgeschichte lernt.

Dank an die Frauen in der Küche

Ohne die Frauen in der Küche ginge es nicht: Dagmar Michalko, Hildegard Philipp, Brunhilde Ehrenthal, Ingrid Dowe, Ingrid Klein, Ute Heimhardt, Gudrun Guzick und Nikola Japs. Sie stehen in der Küche, wenn die anderen kommen und sie stehen dort, wenn die anderen wieder gehen. Zu tun gibt es genug. Dafür gab es beim 50. Treffen ein dickes Dankeschön von Robert Dörnen.

Der nächste Prölken Koffi findet am 1. August ab 9 Uhr statt und ist wie immer offen für alle.