Führungszeugnis: Streit beigelegt

Ennepetal..  Die Differenzen zwischen Stadtsportverband und Stadtverwaltung über die Ausgestaltung der „Vereinbarung zur Vorlage eines Erweiterten Führungszeugnisses von ehrenamtlich und nebenamtlich tätigen Personen“, die die freien Träger der Jugendhilfe mit der Stadt abschließen sollen, sind ausgeräumt.

Der Jugendhilfeausschuss segnete ebenso wie der Stadtsportverband den Kompromiss ab, der in einem Treffen mit den Ennepetaler Sportvereinen vereinbart worden war. So können neben- und ehrenamtliche Mitarbeiter aller Vereine ihr Führungszeugnis nun entweder beim Träger/Verein oder bei der Stadt Ennepetal vorlegen. Die Verantwortung des Trägers bleibt davon aber unberührt. Hauptamtliche Kräfte legen ihr Führungszeugnis ausschließlich dem Träger/Verein vor.

Die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses ist eine Vorgabe des Gesetzgebers nach § 72a Sozialgesetzbuch VIII. Dadurch soll verhindert werden, dass in Bezug auf Kindesmissbrauch vorbestrafte Personen Kinder beaufsichtigen, betreuen, erziehen oder ausbilden können.

Die Sportvereine hatten nicht zuletzt deshalb Bedenken angemeldet, weil sie einen erhöhten bürokratischen Aufwand befürchteten und Sorge hatten, dass Mitarbeiter abgeschreckt werden, die ihre Führungszeugnisse mit anderen Einträgen, die in der Sache nicht relevant sind, nicht dem Vereinsvorstand vorlegen wollen. Dies soll durch den Kompromiss verhindert werden.