Fritz Pleitgen eröffnet Jacquard-Ausstellung
31.08.2010 | 17:35 Uhr 2010-08-31T17:35:00+0200
Ennepe-Ruhr.Mit „à la Jacquard“ wird am Wochenende eine der wichtigsten Ausstellungen der letzten Jahre im Ennepe-Ruhr-Kreis eröffnet.
Es geht um die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Niedergang der Textilindustrie an der Ennepe und Ruhr. Und das Interesse daran ist groß. Der „Bürgermeister“ der Kulturhauptstadt Ruhr.2010, Fritz Pleitgen, wird die Ausstellung am Samstag, dem 4. September, um 17 Uhr, im Rahmen einer Vernissage eröffnen. Vertreter des Düsseldorfer Kultur-Ministeriums haben sich genauso angekündigt wie Regierungspräsident Gerd Bollermann, der tschechische Honorarkonsul Heinz Fennekold sowie der Museumsdirektor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, Dirk Zache. „Und natürlich freuen wir uns über interessierte Bürgerinnen und Bürger“, so Ulrike Brux vom Kreisheimatbund, dem eigentlichen Veranstalter von „à la Jacquard“.
Der Namensgeber der Ausstellung ist der Franzose Joseph-Marie Jacquard, der im 19. Jahrhundert den ersten Webstuhl erfand, der mit Lochstreifen gesteuert wurde. Er machte damit nicht nur viele Arbeitsplätze überflüssig, sondern legte auch den Grundstein zur Entwicklung des modernen Computers. Ein solches Wunderwerk der damaligen Technik wird in Ennepetal zu sehen sein. „à la Jacquard“ ist aber alles andere als eine historische Ausstellung.
Die Künstler setzen sich mit der Geschichte auseinander. Professor Bernhard Matthes hat zum Beispiel zwei alte Stühle und einen Tisch umgekehrt an den Beinen an die Decke gehangen. Bunte Stoffstreifen hängen daran herunter. Auf den Möbeln hat der Kurator der Ausstellung Radieschen gesät. Es ist seine originelle und ironische Sicht der Dinge. Das Objekt ist an ein altes Sprichwort angelehnt. „Die Textilindustrie betrachtet die Radieschen von unten“, erklärt Matthes.
Bei der Eröffnung werden auch Vertreter aus Görlitz, zum Beispiel Landrat Bernd Lange, dabei sein. An der Grenze zu Polen und auch im Nachbarland selbst war der erste Teil von „à la Jacquard“ im Frühsommer in vier Gebäuden zu sehen. Auch das ist außergewöhnlich: Die Ausstellung ist das einzige Projekt der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 mit dem bei der Bewerbung unterlegenen Görlitz.
Und als lebendiges Symbol dafür wird bei der Vernissage zur Eröffnung der Saxofonist Dietmar Diesner dabei sein. Der Musiker marschierte einst mit der Bewerbung für Görlitz als Kulturhauptstadt in Berlin ein. Er wollte damals den „langen Atem“ der Stadt bei der Bewerbung mit erstaunlichen Dauertönen symbolisieren.
Nicht die Reden, sondern künstlerische Darbietungen sollen am Samstag im Mittelpunkt der Eröffnung stehen. Dazu gehören die Auftritte von Xing Peng Wang vom Dortmunder Ballett und Martin Horn vom Bochumer Schauspielhaus.
09:36
@kein Besucher:
Man nennt so etwas auch gerne Selbstbeschäftigung mit besonderem Selbstdarstellungseffekt. Mit Kultur oder Bildung für die Allgemeinheit hat das wenig zu tun.
07:41
Überflüssige vermeintliche Kulturveranstaltung.
21:55
der artikel ist genauso interessant wie die veranstaltung.
das was da an kohle unnütz verpulvert wird sollten die lieber in die zuschüsse stecken und sich so eine ******** für die üblichen selbstdarsteller sparen. hoffentlich kommen keine besucher.
14:40
....umgekehrt an den Beinen an die Decke gehangen
- gehängt bitte
Es ist ja nett, das man sich auch über den Besuch interessierter Bürgerinnen/Bürger freut. Für wen ist denn die Ausstellung ?
14:34
Noch einmal am 4. September 17:00 Uhr im Industriemuseum.
08:39
Am 4. September, um 17 Uhr in Ennepetal. Und wo genau ?
20:08
Industriemuseum, definitiv.
18:33
es wäre nett zu erfahren, wo in Ennepetal diese Ausstellung zu sehen ist ! Industriemuseum , Haus Ennepetal ...??