Feuerwerkspremiere lässt noch Luft nach oben

Das traditionelle Höhenfeuerwerk zum Abschluss der Voerder Kirmes am Dienstag wurdeerstmals vom Gelände des Voerder Schützenvereins am Helkenberger Weg abgeschossen. Hier der Blick vom Kirmesplatz aus.
Das traditionelle Höhenfeuerwerk zum Abschluss der Voerder Kirmes am Dienstag wurdeerstmals vom Gelände des Voerder Schützenvereins am Helkenberger Weg abgeschossen. Hier der Blick vom Kirmesplatz aus.
Foto: WP

Ennepetal..  Die Premiere lässt noch Luft nach oben: Erstmals wurde das traditionelle Höhenfeuerwerk zum Abschluss der Voerder Kirmes vom neuen Standort abgeschossen. Statt auf dem bewährten Hof der Grundschule Voerde baute die Firma Prinz ihre Bomben und Batterien auf dem Gelände des Voerder Schützenheims auf. Die Sicht auf das Spektakel am Nachthimmel war vom Kirmesgelände aus nur in einigen Bereichen sehr gut.

„Am Stand der Sauerländer Musikanten ging es ganz gut“, meinte der Heimatvereinsvorsitzende Robert Dörnen. Auf dem Kirmesplatz, an dem sich die meisten Schaulustigen eingefunden hatten, waren an vielen Standorten allerdings Haus und Baum im Weg beziehungsweise das Feuerwerk nicht hoch genug. Je weiter die Besucher auf der Lindenstraße in Richtung Milsper Straße standen, desto weniger konnten sie von dem Schauspiel sehen.

Größere Steighöhe

Einen besseren Standort zu finden, sei aufgrund der Abstandsvorgaben zur Wohnbebauung aber kaum denkbar, so Robert Dörnen. Man habe nach mehreren Probeschüssen im Verlauf der vergangenen Monate aufgrund der Lage und des Winkels schon eine größere Schusshöhe mit den Pyrotechnikern vereinbart. „Wir müssen beim nächsten Mal schauen, dass wir noch höher schießen“, erklärte er. Es sei aber klar, dass der optimale Standort Voerde-Nord gewesen sei. Dort kann das Feuerwerk nach Anwohnerbeschwerden aufgrund der Abstandsvorschriften nicht mehr stattfinden.

Schaustellersprecher Andreas Alexius sagte, dass er sich ein etwas besseres Feuerwerk gewünscht habe. „Die einen haben gebuht, andere fanden es ganz toll“, letztlich werde man sich über den Standort aber auf jeden Fall noch einmal Gedanken machen und vielleicht auch über den Feuerwerker nachdenken. „Da sollten wir uns alle Türen offen halten“, meinte Alexius.

Pyrotechniker Danny Seck und seine Kollegen Klaus Lesny und Thorsten Rauchfuß von der Firma Prinz aus Recklinghausen hatten insgesamt 550 Schuss für das zehnminütige Feuerwerk abgefeuert. Rund 130 bis 140 Meter Steighöhe habe man berechnet, erklärte Danny Seck, zudem seien die Kaliber größer geworden. Nur zwei Batterien, die aufgrund geringerer Höhe kaum zu sehen seien, sowie 300 Mörser mit Feuerwerksbomben hatte die Experten ab dem frühen Abend auf der Wiese neben dem Voerder Schützenheim aufgebaut. Schon morgens um 8 Uhr hatte Seck das Material abgeholt und vorbereitet. Nach Einbruch der Dunkelheit ging es dann um 22.40 Uhr los. Immerhin spielte das Wetter mit – es war zwar kurz vor Sommerbeginn herbstlich kalt, dafür regnete es im Gegensatz zum Vorjahr nicht.