Fast 330 Einbürgerungen im Ennepe-Ruhr-Kreis

Ennepe-Ruhr..  Die Zahl der Einbürgerungen im Ennepe-Ruhr-Kreis ist im vergangenen Jahr mit 330 nahezu konstant geblieben.

Die zuständigen Ausländerämter der Kreisverwaltung und der Stadt Witten überreichten in den zurückliegenden zwölf Monaten fünf Einbürgerungsurkunden weniger als 2013. Für Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg, Hattingen, Herdecke, Schwelm, Sprockhövel und Wetter/Ruhr meldet die Kreisverwaltung die Aushändigung von 229 deutschen Pässen, Vorjahr 269. Für Witten lauten die Zahlen 101, Vorjahr 66.

Spitze: Hattingen und Schwelm

Die Kreisverwaltung führt für die von ihr betreuten acht Städte folgende Details auf: Spitzenreiter waren Hattingen (54) und Schwelm (50) gefolgt von Gevelsberg (36) Ennepetal (27) und Wetter/Ruhr (22) sowie Herdecke (21) Sprockhövel (14) und Brecker­-
feld (5).

62 der neuen Bundesbürger wechselten in diesen Städten von der türkischen in die deutsche Staatsbürgerschaft. Mit großem Abstand folgten Menschen aus Polen (26), dem Kosovo (20) und Griechenland (13). Nicht alltäglich war die Einbürgerung von Monica Ella Gershon im Februar vergangenen Jahres. Zum einen war die Sprockhövelerin ihrerseits bereits 98 Jahre alt, zum anderen erhielt sie den deutschen Pass bereits zum zweiten Mal.

Hintergrund: Als Ella Altenhein war Gershon 1915 in Sprockhövel-Hiddinghausen geboren worden. Im Alter von 42 Jahren wanderte sie 1957 in die USA aus. Mit ihrer Einbürgerung in die Vereinigten Staaten verlor sie 1963 die deutsche Staatsbürgerschaft.

Nach dem Tod ihres Mannes kehrte Gershon 2012 nach Sprockhövel zurück. „Mit dieser Einbürgerung schließt sich der Kreis für mich“, hatte die Rentnerin Anfang vergangenen Jahres zum Ausdruck gebracht. Fast alle Neubürger aus Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg, Hattingen, Herdecke, Schwelm, Sprockhövel und Wetter/Ruhr nahmen an einer der Einbürgerungsfeiern des Ennepe-Ruhr-Kreises im Schwelmer Kreishaus teil. Die Dokumente wurden ihnen von Landrat Dr. Arnim Brux, Kreisdirektorin Iris Pott und dem Fachbereichsleiter Michael Schäfer ausgehändigt.

Offizieller Verfahrensabschluss

Die Veranstaltung im Kreistagssitzungssaal ist seit mehr als sieben Jahren der offizielle Abschluss unter ein Verfahren, in dessen Verlauf die Vorlage einer Vielzahl von Unterlagen notwendig ist.

„Dazu zählen Passfoto, Geburts- und Heiratsurkunden, die zum Teil aus dem Heimatland beschafft und übersetzt werden müssen, Nachweise über Schul- und Berufsausbildung, Verdienst und Alterssicherung sowie Arbeits- und Mietverträge. Die Daten aller Antragsteller werden zudem von Verfassungsschutz, Polizei und zuständiger Staatsanwaltschaft überprüft“, heißt es aus dem Kreishaus. Weiter Anforderungen: Außerdem müssen die Antragsteller den Lebensunterhalt aus eigener Kraft bestreiten können und über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache sowie der staatlichen Ordnung der Bundesrepublik Deutschland verfügen. Ihr Bekenntnis zur deutschen Verfassung und den darin verankerten Menschenrechten, der Volkssouveränität, der Trennung der Staatsgewalten sowie dem Recht auf eine parlamentarische Opposition dokumentieren die Beteiligten der Feierlichkeiten stets mit dem Satz: „Ich erkläre feierlich, dass ich das Grundgesetz und die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland achten und alles unterlassen werde, was ihr schaden könnte.“