Erzieher zum Warnstreik aufgerufen

Schwelm/Gevelsberg..  Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft die Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienstes zu weiteren Warnstreiks auf. Der Aufruf gilt auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltungen in Schwelm und in Gevelsberg.

Die bisherigen Warnstreiks hätten Wirkung gezeigt, erklärte Verdi. Die Vertreter der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber hätten in der zweiten Verhandlungsrunde ihre Bereitschaft erklärt, über alle Verdi-Forderungen verhandeln zu wollen. Ein verhandlungsfähiges Angebot hätten sie jedoch auch dieses Mal nicht vorgelegt. Daher werde vor der dritten Verhandlungsrunde am 9. April ein deutliches Signal der Arbeitnehmer benötigt.

Verdi fordert eine Neuregelung der Eingruppierungsvorschriften und Tätigkeitsmerkmale, die für die rund 240 000 Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst zu Einkommensverbesserungen von durchschnittlich zehn Prozent führen würden. „Die Beschäftigten erwarten zu Recht, dass ihre anspruchsvolle pädagogische Arbeit so bewertet und bezahlt wird, wie die Tätigkeiten von Fachkräften in anderen Branchen“, betont Ulrich Padberg vom Verdi-Bezirk Südwestfalen.

Daher ruft die Gewerkschaft alle Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienstes der Stadtverwaltungen Hagen, Lüdenscheid, Gevelsberg, Schwelm, Witten, Hattingen, sowie dem Märkischen Kreis zum ganztätigen Warnstreik am Freitag, 27. März, auf.

Für die Beschäftigten u.a. aus Schwelm und Gevelsberg findet um 9 Uhr eine Kundgebung am Rathausplatz in Hattingen mit Demozug durch die Innenstadt zum Reschop-Carre statt.

Zum kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst gehören unter anderem Erzieherinnen und Erzieher, Sozialarbeiterinnen, Sozialpädagogen, Fachkräfte für Arbeits- und Berufsförderung, Kinderpflegerinnen sowie Heilpädagogen.