Erstmals setzt Gastregisseur ein Stück in Szene

Nicht nur mit dem „Herrenabend“ feierte das Leo bei seiner Silvestergala (Vor-)Premiere. Erstmals hatte ein externer Regisseur ein Stück des Theaters inszeniert. Jens Hajek setzte die spritzige Komödie in Szene.

Der in Düsseldorf lebende Schauspieler startete in der Rheinmetropole seine Theaterlaufbahn beim Jungen Ensemble. Engagements in Stuttgart, Bremen und Frankfurt sowie an der Komödie und dem Theater an der Kö in Düsseldorf folgten, außerdem Tourneen durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Nicht zuletzt arbeitet Jens Hajek auch als Sprecher für den WDR und war im Fernsehen in verschiedenen Produktionen von ARD, ZDF, RTL und SAT1 zu sehen.

Drei Neue im Ensemble

Entstanden ist die Zusammenarbeit durch kollegiale Verbindungen. „Mit Jens habe ich bereits zwei Mal gemeinsam auf der Bühne gestanden“, erzählt der künstlerische Leiter des Leo Theaters, Thorsten Hamer. Unter anderem trat er in der Komödie in Frankfurt gemeinsam mit Hajek in „Willi Winzig“ auf. „Es gibt Kollegen, mit denen spielt und versteht man sich blind. Jens ist ein toller Typ und Mensch.“ Und weil Jens Hajek auch „ein schönes Humorzentrum besitzt“, wie Hamer es formuliert, sei es klar gewesen, dass er früher oder später ins Leo kommen werde.

Mit dem „Herrenabend“ von Frank Pinkus fand sich nun das passende Stück. „Nach dem ersten Satz wusste ich, dass ich das machen will“, sagt Jens Hajek. „Man hört Bruce Spring-steen: Born to Run“, heißt der. „Ich bin ein großer Springsteen-Fan“, erklärt Hajek. Axel, die Hauptfigur aus dem „Herrenabend“ auch. Der junge Mann spricht imaginär sogar des Öfteren mit dem „Boss“.

Mit viel Spaß machte sich Jens Hajek an die Proben. Dabei hatte er mit Robin Schmale, Merlin Merzig und Janine Cigale auch drei Neulinge in seinem neunköpfigen Ensemble. „Ich habe jeden einzelnen ins Herz geschlossen“, meint der Regisseur. Bei seiner Arbeit halte er sich an die Devise des britischen Komödienautors Alan Ayckbourn, dass die Hauptaufgabe eines Regisseurs sei, dafür zu sorgen, dass die Schauspieler am nächsten Morgen wieder gerne zur Probe kommen.

„Das wird sicher keine einmalige Geschichte“, meint Thorsten Hamer über die Zusammenarbeit mit seinem Kollegen. „Wir werden auch irgendwann gemeinsam auf der Bühne stehen.“