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Erste Karten für engagierte Bürger

11.06.2012 | 18:00 Uhr
Erste Karten für engagierte Bürger

Ennepetal. Die Ehrenamtskarte ist ein großes Dankeschön an alle, die sich stark für andere Menschen machen, sich im Verein engagieren, ihre Freizeit opfern, ohne Bezahlung aber mit viel Spaß an der Sache. Jetzt bekamen die ersten Ennepetaler im Foyer des Hauses Ennepetal die Karte, die bequem in jedes Portemonnaie passt.

Und auch Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen war überzeugt: „Anderen Leuten Gutes tun ,ist eine Quelle von Glück und Zufriedenheit.“ In Ennepetal gebe es viele Menschen, die anderen Gutes tun. Das konnte die Ehrenamtsbeauftragte Sabine Hofmann stolz bestätigen. „In unserer Stadt gehen ein Viertel einer ehrenamtlichen Tätigkeit nach“, sagte sie. Davon fanden sich über 150 im Foyer ein, die ersten, die eine Ehrenamtskarte beantragt hatten.

Sie gehören zu den Schützenvereinen, zur Awo, zum Bürgerbusverein, helfen Senioren, sind Mitglied im Deutsch Roten Kreuz, bei den Johannitern, in der DLRG, arbeiten im Ennepetaler Tafelladen, gehören zum Arbeitskreis Kluterthöhle, dem Henri-Thaler-Verein, der Johanniter-Unfall-Hilfe, machen sich stark in den Kirchengemeinde, in Sportvereinen, im Kinderschutzbund, im Kreisheimatbund und der Feuerwehr, sie leihen Meschen bei der Telefonseelsorge ihr Ohr, kümmern sich um Tiere im Tierheim Strückerberg, sind engagiert im TUS, im VBG und VdK, kümmern sich gleichzeitig im Verein zur Förderung Körper und Mehrfachbehinderte betreiben Nachbarschaftshilfe im Verein Voerder helfen Voerder und schauen an der Volkssternwarte gen Himmel. Alle können wir hier nicht aufzählen. Bürgermeister Wiggenhagen würdigte den Einsatz aller Ehrenamtlichen, vergaß aber auch nicht, sich bei den Arbeitgebern zu bedanken, die die Aktivitäten der örtlichen Vereine unterstützen bzw. ihre Mitarbeiter für ihr ehrenamtliches Engagement freistellen, z.B. für Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr.

„Engagement macht Freude und ich füge ausdrücklich hinzu, Engagement darf und soll Freude machen,“ führte Wiggenhagen weiter aus, „Engagement macht stark“

Die Karte ist nicht nur Zierde. In allen teilnehmenden Städten in NRW finden Inhaber der Ehrenamtskarte Vergünstigungen.

Dort gibt es Prozente, da eine süße Überraschung und dort gleich eine kostenlose Führung. „Manche Sachen werden nur den Inhabern der Ehrenamtskarte angeboten. Es gibt also Angebote, an die normalerweise nicht so leicht heranzukommen ist“, sagte die Ehrenamtsbeauftragte Sabine Hofmann, die sich auch überlegt, wie sie den Ehrenamtlichen danken kann, die die Voraussetzungen nicht erfüllten, um sich die Karte, die zweimal im Jahr vergeben wird, zu beantragen.

Edda Eckhardt, Mitglied im Henry-Taler-Verein, hat von der Karte zum ersten Mal aus Schwelm gehört und fand das eine gute Idee. „Vor allem für die, di still und leise helfen.“

Die Politik erkenne endlich, dass ehrenamtliche Arbeit ein wichtiger Teil des Allgemeinguts ist. „Ich finde das schön. Das ist mehr als ein Danke und ein warmer Händedruck – was uns ja eigentlich voll und ganz ausreicht.“

Von Bastian Haumann

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Kommentare
16.06.2012
08:31
Erste Karten für engagierte Bürger
von rursus | #2

Genauso kommt der Stress mit dem Arbeitgeber ja auch noch dazu,welche in einigen Fällen auch den Job kosten kann ohne das man was dagegen machen kann,denn nie wird der Grund genannt das es wegen den Ehrenamt ist und wenn man sich dann bei der Arbeitsagentur beschwert heissdt es dann machen sie halt nichts ehrenamtlich.

Also will auch der Staat nicht das man sich ehrenamtlich betätigt.

16.06.2012
08:28
Erste Karten für engagierte Bürger
von rursus | #1

Ich weiss nicht was der Müll mit der Ehrenamtskarte soll.Als ich noch Aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr war,wurde diskutiert ob es Steuerermässigung gibt für Ehrenamtliche,damit wäre eher geholfen als mit einer Karte die nur in bestimmten Städten,bei bestimmten Geschäften/Veranstalltungen und nur für bestimmte Waren/Angebote gilt.Was ist denn mit demjenigen der weder ne Führung wo auch immer oder ne süsse Überraschung bei irgendwem haben möchte.

Wenn man schon das Ehrenamt fördern möchte dann doch bitte nicht mit einem Schlag ins Gesicht.Weil es ist ja nicht nur die Zeit die man investiert,es kommen ja auch Kosten auf einen zu,Benzin um nur ein Beispiel zu nennen,Wie oft wurde man zu einem Feuer gerufen um dann auf halber Strecke wieder zu fahren,all das kostet und ist nicht mit vergünstigungen wieder gut zu machen.

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