Erleuchtung bringt Sieg für die „Moneymaker“

Gestern wurden die erfolgreichen Schülerteams ausgezeichnet.
Gestern wurden die erfolgreichen Schülerteams ausgezeichnet.
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Ennepetal..  In der dunklen Jahreszeit brauchen die Menschen Licht: Diese Erkenntnis brachte drei Schülerinnen des Reichenbach-Gymnasiums den Sieg beim Planspiel Börse auf der Ebene der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld. Alina Steimann, Gülistan Harimci und Hannah Vesterling alias „Moneymaker“ kauften mit ihrem Spielkapital unter anderem Aktien des Leuchtmittelherstellers Osram und erzielten damit einen stattlichen Gewinn.

Gestern wurden die erfolgreichen Teams von der Sparkasse ausgezeichnet. Vom 1. Oktober bis 10. Dezember hatten sie an dem europaweiten Wettbewerb der Sparkassen teilgenommen und versucht, ihr fiktives Kapital von 50 000 Euro möglichst gewinnbringend einzusetzen. Mit einem Plus von 4716,03 Euro lagen die „Moneymaker“ schließlich vorn. Platz zwei mit 2834,58 Euro Gewinn belegte die „Kruschelgroup“ – der Name bezieht sich auf den betreuenden Lehrer Karl-Heinz Kruschel – und Platz drei ging an die „Perfect Traders“, die ihr Kapital um 2365,43 Euro vermehrten. Alle drei erfolgreichen Schülerteams kommen vom Reichenbach-Gymnasium.

Gestern Preisverleihung

Marketingleiter Johannes Dennda, der Kapitalmarktverantwortliche Holger Warszawski und Kathrin Ziehm, die das Planspiel betreute, übergaben gestern die Urkunden und Geldpreise in Höhe von 150 Euro, 100 Euro und 50 Euro. Die Mitglieder „Kruschelgroup“ können sich über weitere 75 Euro freuen, siegten sie doch in der Nachhaltigkeitswertung, in der nicht nur der positive Kursverlauf zu Buche schlägt, sondern das verantwortungsvolle Handeln eines Unternehmens in Bezug auf die Ressourcen der Erde. Der Gewinn in dieser Wertung sei eher ein Nebenprodukt gewesen, sagt Gruppenmitglied Christopher Linnepe. Man habe als eine der ersten Aktien BMW gekauft, weil man auch einen Automobilwert im Depot haben wollte.

„Kuschelgroup“ am Ende stark

Eine feste Strategie hätten sie nicht gehabt, erklärt Alina Steimann vom Siegerteam. Sie hätten Bekannte gefragt, die sich im Bankwesen auskennen und Aktien angeschaut, die hoch gestiegen waren. Neben Osram brachten die Papiere von Airbus den „Moneymakern“ einen ordentlichen Ertrag. „Wir haben aber auch gelernt, dass man mit Aktien auch schnell viel Geld verlieren kann“, meint Alina Steimann, die wie ihre Mitstreiterinnen im Sommer ihr Abitur machen wird. Zwischendurch habe es gar nicht so gut ausgesehen.

Ähnlich erging es der „Kruschelgroup“. Gegen Ende habe es schlimm ausgesehen, erklärt Christopher Linnepe. Doch kurz vor Spielschluss verkaufte die Gruppe ihre gesamten Wertpapierbestände. Da an den letzten beiden Tagen die Kurse deutlich fielen, rauschte so der eine oder andere noch an der „Kruschelgroup“ vorbei nach unten.

Holger Warszawski, Leiter des Referats Kapitalmarkt bei der Sparkasse, betonte, dass es der Sinn des Planspiels Börse sei, Abläufe in der Wirtschaft kennn zu lernen und besser zu verstehen. „Keiner käme auf die Idee, Geld, das man übrig hat, zu hundert Prozent in Aktien zu investieren“, meinte er. Aber in Zeiten, in denen es kaum noch Zinsen auf Geldanlagen gebe, sei die Investition in die Wirtschaft eine sinnvolle Überlegung, um mit seinem Geld Geld zu verdienen.

Für den betreuenden Lehrer Karl-Heinz Kruschel war es übrigens nach vielen Jahren an der Seite seiner Schülerinnen und Schüler die letzte Teilnahme am Planspiel Börse. Er wird im kommenden Sommer in den Ruhestand gehen.