Erinnerungen an „Bomben-Meyer“

Es ist immer wieder Thema in der Stadt: Bombenfunde, vor allem an der Grenze zu Schwelm. Die Kulturgemeinde holte nun den technischen Einsatzleiter der Kampfmittelbeseitiger, Karl Friedrich Schröder, zum Vortrag nach Ennepetal – und es gab, wie berichtet, einen verbalen Knall. Ein Zuhörer berichtete, eine Granate in seiner Wohnung gelagert zu haben. Derjenige hat sich mittlerweile gemeldet (siehe Lokalseite 1).

Viele Ennepetaler werden in diesen Tagen auch Erinnerungen an einen Mann haben, der am Büttenberg wohnte, aber im ganzen Regierungsbezirk Arnsberg für Schlagzeilen sorgte. Horst Meyer hieß der Ingenieur und war Bombenentschärfer. In Ennepetal wurde er – ja, respektvoll – „Bomben-Meyer“ genannt.

Der Bundespräsident zeichnete ihn mit dem Bundesverdienstkreuz aus – und in Ennepetal wurde er im Jahre 1991 Friedenspreisträger zusammen mit seiner Frau Krysta. Nicht wegen der Bomben, sondern wegen des Engagements für russische Menschen, die nicht im Wohlstand lebten. Das Ehepaar Meyer hatte über Jahre immer ein offenes Haus für Menschen aus dem Riesenreich, das damals noch Sowjetunion hieß. Auch das war mutig.