Ennepetals Dörfer: Je oller, je doller

Es ist schon erstaunlich, wie alt Ennepetal ist oder besser gesagt wie alt die zur Stadt gehörenden Ortsteile sind. Und statt über das Alter zu klagen, sind die Bewohner sogar noch stolz darauf.


Gerade erst feierten die Rüggeberger, dass sie vor 700 Jahren erstmals urkundlich erwähnt wurden. Und schon 250 Jahre zuvor waren Altenvoerde und Willringhausen als Eintrag im Urbar des Klosters Werden zu Ehren gekommen. Fast 1000 Jahre soll es gar her sein, dass Oberbauer, genauer: die Ortslage „In der Lieth“, in einer Urkunde des Klosters Deutz Erwähnung fand (1019). Ob damit tatsächlich die heimische Gegend gemeint war, darüber streiten die Gelehrten allerdings noch.


Bei der Eröffnung der Voerder Kirmes brachte nun Andreas Alexius aus der in Ennepetal fest verwurzelten Schaustellerdynastie ein weiteres Datum ins Gespräch. Die erste Kirchweih in Voerde – aus der die Voerder Kirmes resultierte – habe im Jahr 1080 stattgefunden. 935 Jahre Voerder Kirmes, wenn das mal kein Grund ist, noch kräftiger zu feiern.


Ich warte jetzt auf den Tag, an dem ein Kirchturmhistoriker zur Erkenntnis gelangt, dass Adam und Eva in Milspe aufgewachsen sind. Und die Schlange kam aus Schwelm...