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EN blüht auf: Bunte Vielfalt im Schulunterricht

02.07.2013 | 15:00 Uhr
EN blüht auf: Bunte Vielfalt im Schulunterricht
Ab an die Johannisbeeren.Foto: Angelika Trapp

Ennepetal. Melina und Elena stürzten sich auf die roten Johannisbeeren – und mit ihnen die Zweitklässler der Grundschule Wassermaus, denn nicht allen war bekannt, dass die gesunden Beeren am Strauch wachsen. Gestern fand der offizielle Start des „UN Dekaden Projektes Artenvielfalt“ im Ennepe-Ruhr-Kreis im Garten der Familie Braselmann an der Julius-Bangert-Straße statt. Durchgeführt wird es durch die Biologische Station EN.

Die Natur geht zur Schule – und die Mädchen und Jungen hatten Riesenspaß, hockten sich auf den Boden zwischen Beeren und gefundenen Spinnen-Eiern. Als sie jedoch Ameisen entdeckten, nahmen sie Reißaus. Mit dabei war Lehrerin Verena Rehbach und Schulleiterin Bianka Schweser, die betonte, dass die Kinder schon im Vorfeld begeistert gewesen seien, eine Bienenwiese anzulegen.

Sponsoren beim Startschuss dabei

Bunte Vielfalt und Schulgärten statt Einheitsgrün für Kinder und Jugendliche im Ennepe-Ruhr-Kreis ist das Ziel der Kampagne „EN blüht auf“, um den Kindern die Schönheit und den Wert von biologischer Vielfalt sowie die ökologische Abhängigkeit von Flora und Fauna näher zu bringen. Das Projekt und seine Ziele, Förderung der Artenvielfalt an Schulen im EN-Kreis, stellten Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen und die Pädagogin für Umweltbildung an der Biologischen Station, Elke Zach-Heuer, die das Projekt initiiert und organisiert hatte, am Montagvormittag im weitläufigen Braselmann-Gartenparadies vor. Sponsoren des Projektes waren die „Offene Gartenpforte“, vertreten durch Elisabeth Lang und Elke Ellinghaus sowie die AVU mit ihrem Projekt „Junges EN“, hier war Britta Worms vor Ort.

Kinder harkten, maßen ab und säten

Wilhelm Wiggenhagen, der Elke Zach-Heuer für die Umsetzung des Projektes dankte: „Ich habe mich gefragt, was machen wir wohl in diesem Garten und muss sagen: Ich bin begeistert!“ Wiggenhagen dankte auch der Familie Braselmann sowie Schulleiterin Schweser für deren unermüdliches Engagement mit einer Flasche Höhlentropfen.

Dann aber ging es an die Arbeit. Die „Wassermäuse“ legten im Braselmann-Garten eine 200 Quadratmeter große Fläche als Bienenweide für die wilden Schwestern der Honigbiene, aber auch für weitere Insekten und Schmetterling an. Die Kinder lernten alle gärtnerischen Tätigkeiten kennen, maßen Parzellen ab, harkten, bereiteten Saatgut vor und arbeiten dies mit Bretterfüßen ein. So werden über kurz oder lang dort aus der Mischung „Blühende Landschaft“ Kornblumen, Wiesensalbei, Flockenblumen, Hornklee und Natternkopf wachsen. Natürlich, so Lehrerin Verena Rehbach, werde man den Werdegang beobachten.

Elke Zach-Heuer führt Projekt durch

„Den Kindern, die noch nicht so viel Wissen haben, wollen wir ermöglichen, heimische Pflanzenarten in „wilden Wiesen“ kennen zu lernen“, so Zach-Heuer, die sich mit den Mädchen und Jungen ins Gras hockte und ihnen erklärte, dass ein starker Rückgang der wilden Schwestern der Honigbiene und die Schwächung des Haustieres Honigbiene zu verzeichnen sei, der auch unsere Lebensgrundlage bedrohe. „Ohne Bienen werden Obst und Gemüse nicht mehr bestäubt und bilden somit keine Früchte mehr. Das heißt: Keine Pommes, kein Ketchup, keine Gurke auf dem Burger.“

„Die Schüler werden dazu ermutigt, Verantwortung für ihr Naturerbe zu übernehmen, indem sie noch nie gesehene Pflanzenarten pflegen, wahrnehmen und kennen lernen, Nahrungsangebote für Wildbienen und andere Tierarten im Schulumfeld schaffen“, sagte Elke Zach-Heuer.

Angelika Trapp

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2013-07-02 15:00
Ennepetal