Else Lasker-Schülers Schaffen in Wort und Musik genähert

Ennepetal..  Dem Leben und Werk der deutsch-jüdischen Schriftstellerin Else Lasker-Schüler näherte sich die Kulturgemeinde auf besondere Weise: Die Schauspielerin Nina Hoger und das Ensemble Noisten vermittelten in Wort und Musik einen Eindruck des Schaffens und der Persönlichkeit der 1869 in Elberfeld geborenen und vor 70 Jahren in Jerusalem gestorbenen Künstlerin.

Das Ensemble Noisten mit Reinald Noisten (Klarinette und Bassklarinette), Klaus Schmidt (Gitarre, Bouzouki), Andreas Kneip (Kontrabass), Shan-Dewaguruparan (Tabla) spielte Klezmer-Musik. Nach jedem Musikstück las Nina Hoger, die mit Kino- und Fernsehrollen ebenso wie auf der Theaterbühne Erfolge feierte, zunächst Biographisches zum Leben von Else Lasker-Schüler, die sich als expressionistische Dichterin einen Namen machte und von den Nazis verfolgt wurde. Danach trug Hoger Passagen aus den Gedichten und Briefen von Else Lasker-Schüler vor: zum Beispiel aus Briefen an deren Freund Franz Marc, den sie „geliebter Blauer Reiter“ nannte, oder auch das Gedicht „Das Lied meines Lebens“, aus dem der Titel der Veranstaltung „Tiefer beugen sich die Sterne“ entnommen ist.

„Musik und Wort sind eine vollendete Symbiose eingegangen“, sagte die Vorsitzende der Kulturgemeinde, Beatrix Adam in ihren Dankesworten. Es gab natürlich auch eine Zugabe des Ensemble Noisten: „Skotchne on the Rocks“.

Die Beschäftigung mit verfolgten Künstlern wie eben Else Lasker-Schüler bildet in dieser Saison einen kleinen Schwerpunkt der Kulturgemeinde. Zuvor waren bereits ein Vortrag über die Dichterin Mascha Kaléko und ein Vortrag von Thomas B. Schumann über „Deutsche Literatur im Exil 1933-1945“ zu hören gewesen.