Einsatz für Flüchtlinge

Die Mitglieder und Gäste der „Ökumene 2017“.
Die Mitglieder und Gäste der „Ökumene 2017“.
Foto: WP

Ennepetal..  Auf der gut besuchten ganztägigen Mitgliederversammlung der Initiative „Ökumene 2017“ ging es sowohl um Reformfragen der Kirchen als auch um Vereinsinterna. Vorsitzender Bruno Hessel und Stellvertreterin Gudrun Weskamp wurden einstimmig wieder gewählt.

Auch die anderen Vorstandsmitglieder wurden einstimmig bestätigt: Wolfgang Dohle (Kassierer), Ute Höfig (Schriftführerin) und Martin Zimmers (Beisitzer). An der Mitgliederversammlung nahm auch der deutsche Vorsitzende der internationalen Ökumenischen Gemeinschaft (IEF), Dr. Hans-Georg Link, teil, mit dem gemeinsame Veranstaltungen im Lutherjahr 2017 geplant wurden. Der Kölner Theologe und Autor Jochen Jülicher wird künftig die „Ökumene 2017“ im neu gegründeten Netzwerk aller deutschen Kirchenreformgruppen vertreten. Außerdem wird sich die Gruppe in der konkreten Flüchtlingsarbeit in der Region engagieren. So hatten die Mitglieder schon die Anti-Pegida-Demonstration in Hagen im Januar mit vorbereitet. Ökumene 2017 will auch an der Mahnwache der „Ordensleute für den Frieden“ im Juni vor der Deutschen Bank in Frankfurt für eine gerechtere Welt teilnehmen und so die Kritik von Papst Franziskus an einer menschenfeindlichen Finanzwirtschaft aufgreifen.

In Theologie Luthers eingeführt

Am Vormittag hatten der evangelische Pfarrer Herbert Szczukowski (Hagen) und die katholische Theologin Dr. Magdalene Bußmann (Essen) die Teilnehmer in die Reformationsgeschichte und die Theologie Martin Luthers eingeführt und vor allem seinen neuen Rechtfertigungsbegriff als Programm auch für Christen heute konkretisiert: die Befreiung von falschem Leistungsdenken – nicht nur im Glauben. Szczukowski betonte die grundsätzliche Gleichheit der Menschen vor Gott, die auch die Ämterfrage in der katholischen Kirche etwas relativieren sollte. Die Veranstaltung schloss mit einem Friedensgebet in der Form der „Rufer-Liturgie“.