Eine runde Sache an der Hölzernen Klinke

Frank Kessler betreibt am heutigen Mittwoch seit genau 20 Jahren mit seiner Frau Barbara das Hotel-Restaurant „Zur Hölzernen Klinke“. Gegründet wurde die Gaststätte im Jahr 1955 von Frank Kesslers Großvater Karl. Elf Jahre später übernahm dessen Sohn Karl-Heinz Kessler den Betrieb. Zu den Spezialitäten des Hauses zählen unter anderem Steaks vom Heißen Stein.
Frank Kessler betreibt am heutigen Mittwoch seit genau 20 Jahren mit seiner Frau Barbara das Hotel-Restaurant „Zur Hölzernen Klinke“. Gegründet wurde die Gaststätte im Jahr 1955 von Frank Kesslers Großvater Karl. Elf Jahre später übernahm dessen Sohn Karl-Heinz Kessler den Betrieb. Zu den Spezialitäten des Hauses zählen unter anderem Steaks vom Heißen Stein.
Foto: WP

Ennepetal..  Dieses Jahr wird im Hotel-Restaurant „Zur Hölzernen Klinke“ eine ziemlich runde Sache. Am heutigen 1. April vor 20 Jahren übernahm Frank Kessler die Gaststätte am Rande von Königsfeld. Im August vor 30 Jahren begann er seine Kochausbildung und im Herbst jährt sich die Gründung des beliebten Lokals zum 60. Mal.

Es ist ein echter Familienbetrieb, der dort am landschaftlich reizvollen Stadtrand von Ennepetal, umgeben von Wäldern und Wiesen, zu finden ist. In der dritten Generation führt Frank Kessler das Restaurant, unterstützt von Ehefrau Barbara und Mutter Gisela im Service und Tochter Franziska in der Küche. Auch Sohn Patrick hilft mit. Frank Kessler hofft, dass der 21-Jährige später einmal die vierte Generation sein wird, die die „Hölzerne Klinke“ führt.

Im Laufe der Jahre erweitert

Karl und Luise Kessler, die Großeltern des heutigen Inhabers, hatten 1955 eine Schankwirtschaft eröffnet. Zuvor gab es dort Landwirtschaft und einige Webstühle im Nebenerwerb. Einen Gastraum hatte die Wirtschaft zu Beginn. 1966 übernahmen Karl-Heinz und Gisela Kessler den elterlichen Betrieb und bauten ihn im Laufe der Jahre aus. Nachdem deren Sohn Frank 1995 die Nachfolge antrat, setzte er Ausbau und Modernisierung fort. Frank Kessler hatte am 1. August 1985 seine Kochlehre in Eisborn im sauerländischen Balve begonnen. Anschließend arbeitete er im Restaurant an der Oper in Wuppertal, bevor er 1989 in den elterlichen Betrieb eintrat.

„Quer durch den Garten“, so Frank Kessler, sei die Kundschaft zusammengesetzt. „Jung und Alt, Arm und Reich, das spielt bei uns keine Rolle.“ Aus der näheren Umgebung kämen die Gäste ebenso wie aus Wuppertal und Düsseldorf, Radevormwald und Halver sowie dem Ruhrgebiet. „Und an jedem ersten Freitag ist der Oldtimer- und Motorradstammtisch Schwelm bei uns“, erzählt Frank Kessler. Letztere fanden an der Hölzernen Klinke ihre Heimat, als die nicht weit entfernte „Spreeler Mühle“ vor einigen Jahren schloss.

Früher, da gab es neben der Mühle noch eine ganzer Reihe weiterer Lokale in der Gegend. „Meier am Külchen, Heitmann, Dürholt, Unger, später Stöneberg, an der B 483, Kettler in Hillringhausen, am Ackersiepen war eine Gastwirtschaft und in Beyenburg Haus Bilstein und Schützenhalle“, zählt Frank Kessler auf. „Übrig sind davon nur noch Haus Bilstein, Schützenhalle – und wir.“

Im Laufe der Jahre bauten Frank Kesslers Eltern und später er selbst die „Hölzerne Klinke“ aus und modernisierten die Gaststätte. 1969 bauten Karl-Heinz und Gisela Kessler den Saal und die Kegelbahn an, 1971 stockten sie das Gebäude auf und eröffneten eine öffentliche Sauna. Frank Kessler erweiterte den kleinen Biergarten 1998 auf 60 Plätze, im vergangenen Jahr nahm er dort auch eine Grillhütte in Betrieb. Die Sauna schloss er 1999 und richtete stattdessen fünf Hotelzimmer ein. „60 Prozent Monteure, 30 Prozent Geschäftsleute und zehn Prozent Menschen, die zum Beispiel Verwandte besuchen“ – so charakterisiert Frank Kessler seine Übernachtungsgäste.

Heißer Stein als Spezialität

Zu den Spezialitäten an der Hölzernen Klinke zählen die Steaks vom heißen Stein. „Das haben wir schon vor mehr als 30 Jahren eingeführt“, erzählt Frank Kessler. Wenn der Biergarten geöffnet ist, wird meist in der Grillhütte frisch gegrillt. Frank Kessler hofft, dass das Wetter mitspielt und er den Außenbereich nach Ostern öffnen kann.

„Ich setze auf Qualität“, betont der Koch. „So viel, wie es eben geht, machen wir frisch. Ich schneide meine Schnitzel selbst und paniere sie. Und ein Sack Kartoffeln wird bei mir geschält, gekocht und geschnitten.“ Die Reibekuchen, die es montags gibt, würden ebenso frisch aus rohen Kartoffeln zubereitet. Selbst gebackene Waffeln und saisonale Aktionen mit Spargel, Gänsen und Wild gehören ebenfalls zum Programm.

Ob und wie Frank Kessler das 60-jährige Bestehen des Hauses feiern wird, weiß er noch nicht. Und auch, wann er seine Pläne verwirklichen kann, den Eingang umzugestalten und vielleicht noch einige Hotelzimmer mehr einzurichten, ist noch nicht abzusehen. „Ich plane langfristig und mache alles nach und nach.“

INFO:

Das Hotel-Restaurant „Zur Hölzernen Klinke“, Hölzerne Klinke 86, hat täglich ab 11 Uhr geöffnet. Dienstags ist Ruhetag.

Es gibt durchgehend warme Küche, nachmittags mit etwas reduziertem Angebot. Auch Lieferung für Gesellschaften und Abholung sind möglich.

Weitere Informationen gibt es unter www.h-klinke.de sowie bei Facebook.