Ein Muttertag der ganz besonderen Art

In der Aula Alte Geer ging es mit Musik und Spielen amüsant zu. Das Bild von Maria und Jesus auf der Bühne und die vielen von den Bambini gebastelten Herzchen rührten die Gäste.
In der Aula Alte Geer ging es mit Musik und Spielen amüsant zu. Das Bild von Maria und Jesus auf der Bühne und die vielen von den Bambini gebastelten Herzchen rührten die Gäste.
Foto: WP

Gevelsberg..  Zu Ehren der „Mamma“ wurde auch dieses Jahr wieder ausgiebig gefeiert. Anlässlich des Muttertagfests hatte die katholische italienische Mission am Samstag sogar die Aula Alte Geer „besetzt“. Und in der Tat kamen viele, um den Müttern eine Freude zu machen.

Anders als es in Deutschland üblich ist – wobei sich die Deutschen da wirklich eine Scheibe abschneiden können –, geben sich die italienischen Familien dabei wirklich viel Mühe. Da ist es mit einem kleinen Geschenk nicht getan. Was passiert denn dann genau?

Besuch auch aus anderen Städten

Ein großer Saal wird gemietet, die Kinder haben für ihre Mütter im Vorfeld Theaterstückchen geübt, es gibt leckeres Essen, gute Laune, Musik und Spiele. Für die Musik war am Samstag das Duo Italo-Life verantwortlich, die das Fest einstimmten. Rossella und Filippo machten während des Abends einen guten Job. Immerhin mussten ja auch italienische Gäste aus der Umgebung musikalisch versorgt werden. „Wir haben heute Besuch aus Bochum, Wuppertal, Hagen und anderen Städten in der Nähe“, erzählte Pater Roy vom Karmeliter Orden, der das Spektakel jedes Jahr begleitet. „Zum ersten Mal ist der Eintritt frei. Wenn wir allerdings ein bisschen Geld einnehmen, z.B. mithilfe unserer Tombola, möchten wir gerne etwas der Caritas in Nepal spenden.“

Nach der Begrüßung auf Italienisch und Deutsch und mit leckerer selbstgemachter Pizza (den Teig hatte die Pizzeria Venere in Haspe gespendet) rückten dann aber nun wirklich die Mütter in den Vordergrund. Wer jetzt denkt, dass die sich auf dem „Festa della Mamma“ zurücklehnen können, hat falsch gedacht. „Patate e pela petate“ wartete nur darauf, dass vier Mütter zur Tat schreiten müssen. Sehr spannend ist doch auch hier wirklich die Frage: „Welche Mutter schält am schnellsten Kartoffeln?“ Zwischen flotten Tänzen der Kinder und lustigen Erzählungen der Herren durften sich die Mamas dann aber schon entspannen.

In der Aula Alte Geer ging es sehr, sehr amüsant zu. Das Bild von Maria und Jesus auf der Bühne und die vielen von den Bambini gebastelten Herzchen erzeugten Rührung. Wer bei diesem Fest den vielen Gefühlen entkam, sollte wohl eher keine Kinder bekommen. Die achtjährige Veronica und die neunjährige Sofia jedenfalls waren vor ihrem Auftritt freudig aufgeregt: „Wir sind zwei Vögel und tragen gleich einen Text vor.“

„Weil Du alles für mich machst“

Auch als Feen hatte man sich für die Mütter verkleidet und drei bis vier Monate vorher angefangen zu üben und – geschrieben und gebastelt: Kleine Überraschungspakete lagen am Samstag schon, bis zur Ausgabe, streng geheim bereit. Pater Roy machte bei einem Päckchen eine Ausnahme und da fiel der Blick auf einen Satz wie „weil du alles für mich machst.“ Na, wenn das nicht schön ist. Während das Duo italienische Pop-Musik spielte mussten auch Ehepaare in den Wettkampf und zeigen, ob sie tanzen können.

Ja, das Fest war sehr gut organisiert. Den freien Eintritt hatte die italienische Mission der Familie Manduzio aus Hagen und Herrn Christophoro von der „Bar Italiano“ zu verdanken. Die hatten nämlich fleißig gesponsert und den vielen Platz ermöglicht.

Die letzten Jahre hatte man das Muttertagfest meist im Gemeindehaus St. Engelbert gefeiert. Auch der Vorsitzende der Gemeinde Carmelo Dellaria hatte organisatorisch sein Bestes getan. Ob das seine Idee war mit den Strumpfhosen? Als die Mütter bestimmt schon ans Bedanken für die Aufmerksamkeit dachten, war dieser Gedanke bei vier der Mammas wohl zunächst verflogen. Spätestens als sie die Strumpfhosen von ihren Männern oder Kindern auf den Kopf bekamen! Die Mutter, die das schlimmste Gesicht dabei gemacht hatte, bekam den Siegespreis. Wie man bei den Italienern ja sieht: Lachen verbindet.