Ein Jahrzehnt Offener Mittagstisch ohne Magenknurren

Gevelsberg..  Gemeinsam schmeckt es besser. Seit zehn Jahren gibt es mittlerweile den Offenen Mittagstisch im Gemeindesaal in der Sudfeldstraße 14 in Gevelsberg.

Alle Tische sind besetzt. Während sich an einem Tisch zwei ältere Frauen angeregt unterhalten, wird am Nebentisch, einer Männerrunde, herzlich gelacht. Es ist ein bunt gemischtes Publikum, das sich jeden Mittwoch von 12 bis 13 Uhr in der Sudfeldstraße zum Offenen Mittagstisch der Evangelischen Kirchengemeinde Gevelsberg einfindet.

Keine Anmeldung nötig

Während sich die einen über eine warme Mahlzeit freuen, kommen andere eher der Gemeinschaft wegen. „Bei uns sind alle willkommen, auch muss man sich nicht anmelden“, erklärt Marlis Moll. Ihre Idee, einen offenen Mittagstisch anzubieten, griff die Evangelische Kirchengemeinde Gevelsberg im Jahr 2005 auf. Seitdem bietet Marlis Moll mit neun anderen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern jeweils von Oktober bis Ende April immer mittwochs Bedürftigen und Menschen, die gerne in Gemeinschaft speisen wollen, eine warme Mahlzeit zu günstigen Preisen und die Möglichkeit zu Gesprächen an.

40 bis 50 Essen teilen die Ehrenamtlichen jeden Mittwoch aus. In der Regel gibt es Eintöpfe, die jede Woche frisch im Dorf am Hagebölling zubereitet werden. „Unsere Gäste zahlen 1,50 Euro pro Mahlzeit“, erzählt Marlis Moll.

Mit diesem Obolus sind die Kosten aber nicht gedeckt. Deshalb freut sich das Team besonders, dass sie vom Lions Club und von den Taubenvätern finanziell unterstützt werden. Auch von der Bäckerei Wollowitz, der Markthalle in Gevelsberg und von Früchte Küster kommt Unterstützung: Gerd Moll holt jeden Mittwoch Backwaren vom Vortag bei Wollowitz sowie Obst, Gemüse und Salat in der Markthalle und bei Früchte Küster ab. Diese Lebensmittel können dann von den Mittagstisch-Gästen mitgenommen werden.

„Es ist schön, dass wir so viel Hilfe bekommen“, freut sich Marlis Moll über die Spenden und fügt hinzu: „Aber natürlich sind auch weitere (Geld)-Spenden gerne gesehen.“