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Ein Fischgericht für den guten Zweck

18.02.2010 | 19:00 Uhr
Ein Fischgericht für den guten Zweck

Ennepetal. „Ich freue mich, dass auch einige unserer Patienten zur Veranstaltung der Klinik Königsfeld und des Rotary-Clubs erschienen sind”, begrüßte Professor Dr. Marthin Karoff die Gäste des Aschermittwoch-Treffens in der Klink Königsfeld.

Für einen guten Zweck hatte die Klinik zum Fischessen eingeladen, um unter anderem für die Gemeindienstprojekte wie dem „ZwergEN-Projekt” des Rotary-Clubs zu sammeln. „Wir werden sicherlich über 2 000 Euro zusammenbekommen”, sah Professor Karoff der Sache optimistisch entgegen. Er nahm das große „Sparschwein” selbst auf den Arm, um mit diesem von Tisch zu Tisch zu gehen und die Spenden einzusammeln. 25 Euro zahlten die Gäste; etwa 70 Gäste waren trotz der Witterungs- und straßenverhältnisse gekommen.

Vor dem Fischessen gab es einen Vortrag mit einem Referenten besonderer Klasse. Der Münsteraner Universitätsprofessor Dr. med. Klaus Völker beschäftigte die Zuhörerschaft mit dem Thema unter der Fragestellung: „Ist Sport gesund?” Und weiter schloss sich die Frage an: „Ist Sport Mord?” Es war nicht nur einfach ein Vortrag des Professors. Seine Leinwand-Präsentation hatte trotz vieler Zahlen einen hohen Unterhaltungswert für alle Anwesenden.

Klaus Völker brachte erstaunliche Werte auf die Leinwand. Im Ergebnis lief alles auf den Schluss zu: „Sport mindert das Risiko von Herzerkrankungen immens, das gilt auch für die Prävention von Krebserkrankungen.” Und noch weiter: „Selbst bereits erkrankte Menschen können durch Sport etwas für ihre Gesundheit und gegen ihre Krankheit unternehmen.”

Dr. Völkers Vortrag

zum Thema „Sport”

Ohne schroff zu werden, bezog Professor Völker doch deutlich Stellung und errechnete im Durchschnitt 3,5 Jahre Gesundheit, mit der man durch Sport sein Leben verlängern bzw. seine Gesundheit verlängern könne. Die Zuhörer wurden mit interessanten Begriffen konfrontiert, so mit der so genannten „Deutschen Nicht-Beweger-Studie”, bei der Frauen Erhebungen zur Folge noch schlechter abschneiden als Männer. Auch Hausfrauen lägen falsch in der Annahme, sie legten genug Schritte im Haushalt hin.

Am Ende machte Klaus Völker deutlich, dass je 30 Minuten Sport an fünf Tagen in der Woche die richtige Dosierung sei. Seine These: „Bewegung ist die einzig echte Anti-Aging-Strategie”, alle anderen Mittel täten nur dem Hersteller gut. Auch von der neuen „Wii-Konsole” hält der Universitätsprofessor nicht viel: „Ein nettes Spiel, aber es ist kein Ersatz für Sport”. Er nahm sich allerdings auch die andere Seite vor: Wer es mit dem Sport übertreibe, lebe auch nicht gesund.

Doch am Ende gab es nur eine Antwort auf die Frage „Ist Sport Mord?”. Und die lautet: „Nein, aber kein Sport ist Selbstmord auf Raten!” Nach so vielen Informationen zum Thema Sport durften die Gäste zum lang erwarteten Fischessen. Es gab leckeren, leichten Fisch mit gesunden Bohnen und Butterkartoffeln im Restaurant der Klinik Königsfeld.

Achim Münch

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