Ein Bombenexperte berichtet

Ennepetal..  Mit dem Kampfmittelräumdienst beschäftigt sich die Kulturgemeinde Ennepetal am morgigen Mittwoch, 20. Mai. Karl Friedrich Schröder (Hagen), technischer Einsatzleiter von der Bezirksregierung Arnsberg stellt die gefährliche Arbeit vor und berichtet über das Entdecken und Beseitigen von Munitionsfunden.

Immer noch häufige Funde

Auch mehr als 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs werden in Nordrhein-Westfalen noch häufig Bomben, Granaten und Gewehrmunition aus den beiden Weltkriegen gefunden. Zur rechtzeitigen Erkennung und Beseitigung von Gefahren durch diese Kampfmittel ist ein sehr spezialisiertes Fachwissen notwendig.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst Westfalen-Lippe wertet computergestützte Luftbilder der alliierten Streitkräfte aus dem Zeitraum von 1940 bis 1945 aus. Damit werden Einschlagstellen von nicht explodierten Kampfmitteln aus Bombenabwürfen und Artilleriebeschuss des zweiten Weltkriegs lokalisiert und diese Informationen den örtlichen Ordnungsbehörden zur Verfügung gestellt. Auf diese Weise konnte nicht zuletzt erst vor einigen Monaten eine Bombe an der Stadtgrenze Schwelm/Ennepetal entschärft werden.

Mit dem Besuch von Karl Friedrich Schröder endet bei der Kulturgemeinde die Reihe der Vortragsveranstaltungen dieser Saison.