Ein Blick auf die Bandbreite der Hilfe

Interessierte informieren sich rund um Pflege, Betreuung, „Essen auf Rädern“, Hausnotruf, Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht.
Interessierte informieren sich rund um Pflege, Betreuung, „Essen auf Rädern“, Hausnotruf, Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht.
Foto: Angelika Trapp

Ennepetal..  Gespräche konnten mit dem freundlichen Team geführt werden, es gab viele Informationen, Süßigkeiten, Obstkuchen und Kaffee lockten zum Verweilen. Auf Wunsch wurden auch Blutzucker und Blutdruck gemessen. „Ein bisschen zu hoch“, bemerkte Birte Mietz-Aydin, seit acht Jahren zum Team gehörend, seit zwei Jahren stellvertretende Pflegedienstleiterin der Diakoniestation Ennepetal. „Kein Wunder bei den netten Damen hier“, schmunzelte der 61-jährige Besucher, der namentlich nicht erwähnt werden möchte, der aber durch eine lange, schwere Krankheit einen Bezug zur Diakoniestation habe und der Mitbesuchern die Scheu nahm, mal Inkontinenzmaterial in die Hand zu nehmen, denn er machte es vor. „Wir präsentieren eine große Palette hier, damit Betroffene, aber auch Angehörige, einmal sehen, welche Möglichkeiten es bezüglich Hygieneprodukten bei Inkontinenz gibt“, so Birte Mietz-Aydin.

Für 100 Patienten im Einsatz

Jeden Tag sei das Team der Diakoniestation Ennepetal, das an der Kirchstraße beheimatet ist, unterwegs, um sich um die ambulante Pflege der insgesamt 100 Patienten in den eigenen vier Wänden zu kümmern. Am Samstag hatte die Diakoniestation Ennepetal zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. So wollte das Team der evangelischen Pflegedienste Mark-Ruhr mit Patienten, Angehörigen, Ärzten, ambulanten Pflegediensten und weiteren Interessierten ins Gespräch kommen. „Damit die Menschen, die man nur vom Telefon her kennt, auch einmal ein Gesicht sehen“, schmunzelte Pflegedienstleiterin Simone Kubitz.

Auch Mitarbeiter von Senioreneinrichtungen waren vor Ort. „Wir haben alle Netzwerkpartner eingeladen, ebenso Rita Hoppe, Pflegeberaterin der Stadt Ennepetal“, betonte das Team, das sich schon am Vormittag über die zahlreichen Besucher freute.

Informationen zur Ausbildung

Informieren konnten sich Interessierte rund um Pflege, Betreuung, „Essen auf Rädern“, Hausnotruf, Patientenverfügung oder auch Vorsorgevollmacht. Die Diakonie Mark-Ruhr bildet zudem zum Altenpfleger und zur Altenpflegerin in der ambulanten Pflege aus und gab auch darüber Auskunft.

Vor geraumer Zeit, so Birte Mietz-Aydin, habe man Patientenfeste einmal jährlich angeboten. Die Erfahrung habe jedoch gezeigt, dass es immer mehr älteren Menschen schwer gefallen sei, die Feste zu besuchen und über Stunden „auszuharren“. „So haben wir auf unseren Kundenstamm Rücksicht genommen und es mal mit einem Tag der offenen Tür versucht“, sagte Mietz-Aydin. „Wenn das gut bei den Bürgern angekommen sein sollte, besteht die Möglichkeit, noch einmal die Türen für alle zu öffnen.“

Christel Feuerhahn von Verein zur Förderung Körper- und Mehrfachbehinderter bedauerte: „Ich wäre sehr gern mit meiner Tochter Margret gekommen, da wir auch immer an den Patientenfesten teilgenommen haben, aber ohne behindertengerechten Eingang ist das nicht möglich gewesen. Mit Rollstuhl kann man keine Stufen erklimmen. Schade.“