Drücker drohen Bürgern mit Rechtsabteilung

Die Polizei
Die Polizei
Foto: Bernd Lauter

Schwelm..  Die Drückerkolonnen, die im Auftrag von Unitymedia unterwegs sind und versuchen, Neukunden zu gewinnen, haben den Markt in Schwelm noch nicht aufgegeben. Am Dienstagnachmittag klingelten sie erneut an Haustüren, diesmal am Neumarkt.

Am vergangenen Donnerstag noch hatten wir über ihr unseriöses Vorgehen im Bereich Göckinghof­straße berichtet. Dort hatten sie die Anwohner mit der falschen Nachricht aufgeschreckt, das ihr Fernsehbildschirm im neuen Jahr wegen der Umstellung von einem analogen auf ein digitales Signal schwarz bleiben würde.

„Ich muss mal in ihren Keller und nachschauen, wer alles am Kabel angeschlossen ist“, ist laut Aussage einer Anwohnerin die neue Masche der unseriösen Werber. Auch dort wurde versucht, psychologischen Druck auszuüben und die Bewohner somit zu übertölpeln. Und natürlich hätten sie ohne vorherige Anmeldung an der Haustür gestanden und Einlass verlangt. Als ihnen dies verwehrt worden sei, hätten sie mit Einschaltung der Rechtsabteilung von Unitymedia gedroht.

„Das war gefühlt das dritte Mal in vier Wochen, das die Drücker an unserer Haustür geklingelt haben“, berichtet uns die betroffene Leserin. Besagte Frau hat sich eine Handynummer von dem Werber geben lassen und diese sofort der Polizei weitergereicht. Doch leider ging der Anruf des freundlichen Beamten ins Leere. „Der Mann hat nicht abgenommen“, bekam sie von dem Polizisten mitgeteilt. Für unsere Leserin sind die Drücker im Provisions-Endspurt für dieses Jahr.

Die Polizei warnt vor diesen dubiosen Haustürgeschäften und rät, niemanden in die Wohnung zu lassen, den man nicht kennt und der sich nicht ausweisen kann. Falls doch ein Ausweis präsentiert wird, sollte der in Ruhe geprüft werden. Wichtig sei, so der Tipp der Polizei, sich nicht bedrängen zu lassen.