Doktor-Titel für den neuen Grill

Grillen ist Männersache – und eigentlich ganz einfach. Feuer an, Fleisch drauf, Pülleken Bier auf – schöner Abend. Nun hatte der Grill des sehr guten Freundes das Zeitliche gesegnet. Wie passend, dass er zum Auftakt der Grillsaison (wird die eigentlich jemals unterbrochen?) Geburtstag hat. Freunde und Verwandte schmissen zusammen. Das reichte für ein hochtechnisiertes Gerät, das wahrscheinlich von der NASA mitentwickelt wurde und das verspricht, die Geschmacksnerven derart zu streicheln, dass man niemals wieder etwas anderes essen möchte.

Denn hier wird Grillen schon in der Vorbereitung zum Studium. Es gibt die „Grill-Bibel“ des Herstellers, eine eigens gegründete Akademie und unzählige Internetforen, bis man schließlich den akademischen Grad des Dr. gri. erreicht.

Die ersten Tests verliefen vielversprechend. Und egal wie kompliziert die Bedienung ist, eines ändert sich niemals: die männliche Hauptzutat eines Grillabends. Sie: „Wie viele Salate soll ich machen?“ Er: „Ich verstehe Deine Frage nicht. Wir haben doch Fleisch.“