„Dörnerbusch“ steht zur Debatte

Baugebiet Dörnerbusch in Gevelsberg
Baugebiet Dörnerbusch in Gevelsberg
Foto: WP

Gevelsberg..  Der Ausschuss für Stadtentwicklung hat in seiner letzten Sitzung die von Vertretern der Ingenieurgesellschaft für Verkehrswesen mbH Brilon Bondzio Weiser, Bochum, vorgestellte Verkehrsuntersuchung Klostermark/Börkey vom Oktober 2014 zur Kenntnis genommen. Diese Untersuchung soll den Anwohnern am Montag vorgestellt werden.

Eine Entscheidung wie die künftige Verkehrsführung und Erschließung des neuen Wohngebietes „Dörnerbusch“ erfolgen soll, wurde vom Ausschuss noch nicht getroffen. Dass dort allerdings gebaut wird, hat der Gevelsberger Stadtrat bereits vor langer Zeit beschlossen.

Auf dem Gebiet sollen nach neuesten Plänen 50 Ein-, Mehrfamilienhäuser sowie Doppelhaushälften gebaut werden. Die Anwohner befürchten neben dem Verlust der Aussicht einen Anstieg des Lastwagen-Verkehrs, wenn die Bebauung fertig ist, weil die Fahrer der Lkw dann eventuell gebaute Durchgangsstraßen als Abkürzungen nutzen könnten.

Einstimmig wurde vom zuständigen Ausschuss beschlossen, erst einmal eine Informationsveranstaltung zu terminieren, bevor über die Verkehrsführung und Erschließung des Baugebiets „Dörnerbusch“ entschieden wird. Um den Anliegern dieses Stadtbereiches nun Gelegenheit zu geben, sich mit den vom Ingenieurbüro ausgearbeiteten fünf unterschiedlichen Möglichkeiten sowie einer Nullvariante zur Erschließung des Wohngebietes zu befassen, werden Vertreter der Ingenieurgesellschaft und der Verwaltung die Verkehrsuntersuchung am kommenden Montag, dem 12. Januar, ab 19 Uhr, im Ratssaal der Stadt Gevelsberg in einer öffentlichen Informationsveranstaltung erläutern.

Die Ingenieurgesellschaft schrieb das Verkehrsaufkommen auf die kommenden zehn Jahre fort und bezog den zu erwartenden Rückgang der Einwohnerzahlen und den Neubau zum Beispiel des Verbrauchermarktes auf dem Börkey in seine Berechnungen mit ein.

Nach dieser Analyse sprachen sich die Experten allerdings für keine der in Gevelsberg diskutierten Varianten aus. Das Ingenieurbüro riet den Politikern mit einfachen Worten gesagt: Macht nichts. Die beste Lösung sei, die Verkehrsführung trotz der Neubauten so zu belassen wie sie ist und keinen Durchgangsverkehr möglich zu machen. „Das hat mich sehr überrascht“, kommentierte damals Bürgermeister Claus Jacobi im Ausschuss die Empfehlung.