Dieter Kaltenbach löst Volker Külpmann ab

Ennepetals Erster Beigeordneter und Kämmerer Dieter Kaltenbach (Mitte) übernimmt ab 1. April nebenamtlich die Geschäftsführung der Kluterthöhle + Freizeit GmbH & Co. KG. Sein Vorgänger Volker Külpmann (rechts) wird dann sein vorheriges Anstellungsverhältnis wieder aufleben lassen. Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen (links) verkündete am Dienstag, 3. Februar 2015, die Personalie.
Ennepetals Erster Beigeordneter und Kämmerer Dieter Kaltenbach (Mitte) übernimmt ab 1. April nebenamtlich die Geschäftsführung der Kluterthöhle + Freizeit GmbH & Co. KG. Sein Vorgänger Volker Külpmann (rechts) wird dann sein vorheriges Anstellungsverhältnis wieder aufleben lassen. Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen (links) verkündete am Dienstag, 3. Februar 2015, die Personalie.
Foto: WP

Ennepetal..  Ennepetals Erster Beigeordneter und Kämmerer Dieter Kaltenbach wird ab dem 1. April zusätzlich zu seinen Aufgaben im Rathaus die Leitung der Kluterthöhle + Freizeit GmbH & Co. KG übernehmen. Der bisherige Geschäftsführer Volker Külpmann verlängert seinen Vertrag nicht und lässt sein vorheriges Angestelltenverhältnis bei der städtischen Tochtergesellschaft wieder aufleben. Politik und Verwaltung streben darüber hinaus eine grundlegende Strukturveränderung für die Gesellschaft an, die in den kommenden Monaten erarbeitet werden soll.

Hintergrund der Personalie ist, dass sich Külpmann mit dem Aufsichtsrat nicht über einen neuen Vertrag einigen konnte. Ihm war von dem Gremium nach Mehrheitsbeschluss ein weiterer Zweijahresvertrag angeboten worden. Dieser sah allerdings im Unterschied zu seinen derzeitigen Konditionen den Wegfall seiner „Rückfallklausel“ vor, die ihm ermöglicht hätte, nach Beendigung der Geschäftsführertätigkeit weiterhin als Mitarbeiter im unbefristeten Angestelltenverhältnis für die Gesellschaft tätig zu sein. Auf dieses Zugeständnis habe er sich nicht einlassen wollen, erklärte Volker Külpmann gestern.

Der Diplom-Betriebswirt und Kultur-, Medien- und Freizeitmanager war 2012 bei der Kluterthöhle & Freizeit GmbH & Co. KG angestellt worden. Zum 1. April 2013 übernahm er – ausgestattet mit einem Zweijahresvertrag – die Geschäftsführung von Wolfgang Kern, der die Aufgabe zuvor fast 25 Jahre inne hatte. Wie seine künftige Tätigkeit als Wieder-Angestellter aussehen wird, konnte Volker Külpmann gestern noch nicht sagen. „Wir werden noch Gespräche führen, wie es ab 1. April weitergeht“, meinte er.

Dass Dieter Kaltenbach zusätzlich zu seiner anspruchsvollen Tätigkeit nun auch nebenamtlicher Geschäftsführer der Kluterthöhle & Freizeit GmbH & Co. KG wird, soll eine vorübergehende Lösung bleiben. „Politik und Verwaltung möchten die Aufgabenstellung der Gesellschaft verändern“, erklärte Wilhelm Wiggenhagen. Daher habe man zunächst darauf verzichtet, die Geschäftsführerstelle auszuschreiben. Dem Vorschlag des Aufsichtsrates, Dieter Kaltenbach für den Übergangszeitraum mit der Führung der Gesellschaft zu beauftragen, sei die Gesellschafterversammlung in ihrer Sitzung am Donnerstag einstimmig gefolgt.

Neuer Aufgabenzuschnitt

Bislang sind in der Kluterthöhle & Freizeit GmbH & Co. KG die Kluterthöhle, das Platsch und das Haus Ennepetal gebündelt. Künftig sollen auch die Bereiche Stadtmarketing, Citymanagement und Tourismus einbezogen werden. „Dafür ist eine Arbeitsgruppe im Rathaus eingerichtet worden, der unter anderem der Kämmerer und ich angehören“, erklärte der Bürgermeister. Diese Arbeitsgruppe erarbeite ein Konzept, wie der Aufgabenzuschnitt der Gesellschaft in Zukunft aussehen solle. „Nach den Sommerferien wollen wir der Politik ein Ergebnis vorlegen“, so Wiggenhagen, der betonte, die neue Struktur noch in seiner – im Oktober endenden – Amtszeit auf den Weg bringen zu wollen.

„Die einzige Bedingung für meine Zusage war, dass ich mitreden möchte bei den Gesprächen über die künftige Ausrichtung und Ausgestaltung der Gesellschaft“, erklärte Dieter Kaltenbach. Ob seine Vorschläge mehrheitsfähig seien, müsse sich natürlich zeigen. „Ich will aber nicht nur Verwalter sein“, betonte er. Nicht zuletzt halte er es für wichtig, in einer solchen Phase jemanden zu haben, der keine Ambitionen hege, in Bezug auf die künftigen Aufgaben möglichst viel für sich herauszuholen. Kaltenbach betonte auch, dass bei den Überlegungen grundsätzlich alles auf den Prüfstand gehöre – das Haus Ennepetal ebenso wie die Ausrichtung des „Platsch“ und die Zukunft des Kurbetriebs der Kluterthöhle. Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen erklärte, dass er froh sei, dass Volker Külpmann der Gesellschaft erhalten bleibe. „Aus meiner Sicht hat sich das Haus Ennepetal positiv entwickelt“, sagte er. Das Leo Theater und die neu verpachtete Gastronomie hätten für eine Belebung gesorgt. Volker Külpmann zog ebenfalls eine positive Bilanz seiner Geschäftsführerzeit. „Die Tendenz ist positiv, da sprechen die Zahlen und die Außendarstellung für sich“, meinte er.

Kosten gesenkt, Einnahmen erhöht

Man habe die Kosten gesenkt und die Einnahmen erhöht, so Volker Külpmann. Als Geschäftsführer traf er auch unpopuläre Entscheidungen, darunter die Erhöhung der Eintrittspreise und die Reduzierung der Öffnungszeiten für das Platsch. „Meinem Eindruck nach wurde die GmbH & Co. KG vorher verwaltet. Ich habe den Anspruch verfolgt, sie zu leiten und kaufmännisch zu führen.“