Die zwei Seiten des Malers Jaroslav Stransky

Gevelsberg..  Seine Liebe gehört der Ostsee, seiner Heimatstadt Ennepetal und Breckerfeld, dem Tal der Ennepe sowie der Natur. Und doch ist Jaroslav Stransky eigentlich ein Gevelsberger Künstler, der seine Galerie an der Hagener Straße eröffnete, als die Gegend noch kein Aushängeschild für die Stadt war. Am Freitag wurde seine Ausstellung mit dem Titel „Landschafts-Impressionen und Blumenbilder“ mit einer Vernissage im Gevelsberger Rathaus eröffnet. Noch bis zum 11. Juni sind die Werke eines außergewöhnlichen Künstlers im Foyer und vor dem Ratssaal zu sehen.

Bei Eiseskälte in der Natur

Da wird ein Blick auf Breckerfeld geworfen, Strandkörbe an der Ostsee sind zu sehen. Daneben hängen Bilder von Oliven, Märzenbechern und Sumpfdotterblumen. Jaroslav Stransky ist ein Künstler mit zwei Seiten. Bürgermeister Claus Jacobi zeigte sich bei der Ausstellungseröffnung vor allen Dingen von den Gemälden beeindruckt, die mit Blick in die heimische Natur entstanden sind. „Es gibt keinen anderen Künstler, der die Schönheit unserer Landschaft so einfangen kann, wie sie“, lobt der erste Bürger der Stadt den Künstler. Ihn beeindruckt die „unheimliche Tiefe der Landschaft“ auf Stranskys Bildern besonders bei den Wintermotiven, „dort, wo eigentlich keine Farbe zu erkennen ist.“ Dafür zieht der Maler auch bei Eiseskälte in die Natur und nimmt die Schneeflocken, die sich auf seine noch feuchten Farbstriche setzen, mit dem Pinsel auf. Dagegen wird es im Sommer an der Ostsee vielleicht nicht aus künstlerischen, bestimmt aber aus menschlichen Aspekten ein größeres Vergnügen sein, das Erblickte auf einer Leinwand zu interpretieren.

Jacobi dankte Ingrid Stransky, der Ehefrau des Malers, dafür, dass sie es ihrem Mann möglich gemacht hat, sich beruflich voll auf seine Kunst zu konzentrieren. Wie sehr das Paar mit Gevelsberg verbunden ist, verdeutlichte Jacobi an einem Beispiel. Um beim interkulturellen Bürgerfest zur Neueröffnung der B7 dabei sein zu können, hätten die Stranskys sogar ihren Urlaub verschoben: „Sie wollten den Menschen etwas zurückgeben.“

Die Werke von Stransky sind nicht nur in seiner Heimat zu sehen. Ausstellungen gab es auch in Hamburg, Burg auf Fehmarn, Bernkastel-Kues und Timmendorfer Strand,

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