Die Zeit der Samstagabend-Shows beginnt erst

Ein abgebrannter Zauberer: Flammen schlagen aus der Geldbörse von Marc Weide. Filmriss-Chef Klaus Fiukowski kann da nur mit dem Feuerlöscher zur Hilfe eilen.
Ein abgebrannter Zauberer: Flammen schlagen aus der Geldbörse von Marc Weide. Filmriss-Chef Klaus Fiukowski kann da nur mit dem Feuerlöscher zur Hilfe eilen.
Foto: WP

Gevelsberg..  Die Zeit der Samstagabend-Shows sind im Fernsehen vielleicht vorbei – in Gevelsberg fängt sie erst an. Der Magier Marc Weide lädt am kommenden Samstag, um 19 Uhr, zu seiner ersten Mix-Show in das Filmriss-Kino in der Rosendahler Straße ein. Es soll die Premiere für eine ganze Reihe von Veranstaltungen sein, zu dem der Zauberer Gäste einlädt, die so sind wie er: jung und abwechslungsreich.

Als Marc Weide hörte, dass das Filmriss vor einer ungewissen Zukunft stehe, weil hohe Summen in neue Produktionstechniken investiert werden mussten, „da wollte ich unbedingt einen Beitrag leisten, um den Erhalt zu sichern“.

Er sei ein Fan des nostalgischen Kinos: „Es ist einfach eine tolle Atmosphäre hier“. Zusammen mit Filmriss-Chef Klaus Fiukowski kam dann die Idee. Bei seinen Auftritten in ganz Deutschland steht Marc Weide immer wieder mit Kollegen auf der Bühne, die ihn selbst beeindrucken. Wie wäre es, wenn man diese zu einer Show nach Gevelsberg einladen würde?

Gesagt, getan, auch wenn das Filmriss inzwischen gerettet ist: Die Show wurde verwirklicht. Nele Jäger kommt zum Beispiel aus Köln und ist Pantomimin. „Ich habe sie bei einer Veranstaltung in Bonn getroffen und war begeistert, obwohl ich mich noch nie für ihre Kunst interessiert habe“, sagt Weide.

Der Gruppe „Lanford“ aus Hildesheim sagt der Magier eine große Zukunft voraus. „Meiner Meinung nach stehen die fünf Musiker vor ihrem Durchbruch. Sie machen Hip-Pop, wie sie es nennen, in deutscher Sprache, alles selbst geschrieben. Das ist toll.“ Maik Kuhn hinzu zu nehmen, das war die Empfehlung von Klaus Fiukowski: „Wir wollen auch jedes Mal einen heimischen Künstler dabei haben“. Kuhn ist Sieger des G-Faktor-Talentwettbewerbs und wird bei neuen Castings von „The Voice of Germany“ von SAT.1 dabei sein. „Keiner der Mitwirkenden ist älter als 25 Jahre“, so Fiukowski. Sie sind noch nicht Stars, aber auch keine unentdeckte Talente mehr. Alle haben schon Erfahrungen mit großen Bühnen.

Nur noch eigene Zaubertricks

Die Mix-Show wird etwa zwei Stunden dauern. Marc Weide will als Moderator dafür sorgen, das keine Minute davon langweilig wird. Natürlich wird der Magier auch in seine Trickkiste greifen: „Ich habe in der letzten Zeit im stillen Kämmerchen lange an meinem Programm gefeilt, weil ich nur noch Nummern präsentieren möchte, die ich mir selbst ausgedacht habe“, sagt der Zauberer, der schon bei seinem Idol David Copperfield in Vegas zu Gast war und in New York auf der Bühne stand. So will er das Handy eines entsetzten Zuschauers im Wasser versenken und im Eisblock wiederfinden (Wenn es Ihr Telefon sein sollte, lieber Leser, sagen Sie nicht, dass wir was verraten haben!).

Drei Shows im Jahr geplant

Die Show, die in Zukunft dreimal im Jahr stattfinden soll, richtet sich an Besucher aller Generationen. „Wir sind aber sicher, dass wir durch die jungen Künstler auch eine Alternative zur Disko oder Bar sein können und Teenager damit ansprechen“, meint Fiukowski. Er und Weide könnte sich auch vorstellen, heimische Unternehmen als Partner zu gewinnen: „Eine Eintrittskarte ist ein originelles Dankeschön an die eigenen Auszubildenden oder gute Kunden.“

Marc Weide freut sich auf alle Fälle auf die Premiere mit seinen neuen Tricks und „der Möglichkeit, der rote Faden in der Show zu sein.“ Als Moderator hat der 23-Jährige bereits Erfahrung. Dass er als Magier sein Publikum einen Abend gut unterhalten kann, hat der Gevelsberger auch bewiesen. Eine eigene Samstagabend-Show hatte er aber bisher noch nicht.