Die Werbegemeinschaft Schwelm ist vorerst gerettet

Der neue Vorstand (von links): Schriftführerin Claudia Decker-Grothe, 2. Vorsitzender Michael Lindermann, 1. Vorsitzende Daniela Weithe, Beisitzer Herbert Schürholz und Kassenwart Oliver Niehaus.
Der neue Vorstand (von links): Schriftführerin Claudia Decker-Grothe, 2. Vorsitzender Michael Lindermann, 1. Vorsitzende Daniela Weithe, Beisitzer Herbert Schürholz und Kassenwart Oliver Niehaus.
Foto: WP

Schwelm..  Die Werbegemeinschaft Schwelm besteht weiter. Während der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend im Berghauer Hof ließ sich Daniela Weithe entgegen ihrer Ankündigung erneut zur 1. Vorsitzenden wählen. 2. Vorsitzender für eine Dauer von vier Jahren ist Michael Lindermann – und der wusste von seinem Glück noch gar nichts, als er den Raum um kurz vor 20 Uhr betrat.

Nicht zuletzt deshalb, weil erneut das Aus der WGS drohte, war die Veranstaltung gut besucht. Neben den Mitgliedern waren auch Vertreter sämtlicher Ratsfraktionen sowie Bürgermeister Jochen Stobbe und Bürgermeisterkandidatin Gabriele Grollmann erschienen. Erst herrschte absolute Stille, als Daniela Weithe sichtlich nervös den Tätigkeitsbericht 2014 vortrug und Oliver Niehaus anschließend über die gute Kassenlage informierte. Dann stand der wichtigste Punkt des Abends auf dem Programm: Vorstandswahlen.

Daniela Weithe stellte sich erneut zur Wahl – allerdings nur bis zum Ende des Geschäftsjahres, sprich 31. Dezember – und wurde einstimmig gewählt. Danach wurde es turbulent. Denn eigentlich wollte der Vorstand an dieser Stelle Jürgen Franken, den Direktor des Hauses Friedrichsbad als Freiwilligen für die Stellvertreterposition präsentieren. Der musste für den Abend jedoch plötzlich aus gesundheitlichen Gründen passen, bot an, sich in Abwesenheit für das Amt trotzdem wählen zu lassen. „Das wollen wir aber nicht“, sagte Daniela Weithe. Unmittelbar vor der Versammlung hatte sich schließlich Michael Linder zur Verfügung für den 2. Vorsitz gestellt. Der Sparkassenvorstand wurde ebenfalls einstimmig gewählt.

Öffentlichkeitsarbeit und Transparenz

Und was passiert nun? Der Plan lautet: Jürgen Franken wird ohne Amt bis Jahresfrist in die Aufgaben des 1. Vorsitzenden eingearbeitet, und in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung dann zum neuen Chef gewählt. Scheitert dies, wäre Lindermann erstmal kommissarisch der neue Chef. „Ich sollte aber als Vertreter der Sparkasse nicht ganz oben an der Spitze stehen, da muss aus meiner Sicht ein Geschäftsmann und kein Bänker hin“, sagte er im Anschluss an die Versammlung, in der der Vorstand seine Pläne für einen neuen Anlauf mit mehr Elan vorstellte und sich der Kritik seiner Mitglieder stellte.

Hauptkritikpunkt und wesentliches Element der Selbstanalyse: Die WGS ist in der Öffentlichkeit kaum präsent, viele Schwelmer wissen nicht, was ihre Aufgaben sind. Sie stellt ihr Licht zu sehr unter den Scheffel, vermag es nicht, mitzureißen und lässt intern die gewünschte Transparenz vermissen. Das soll sich nun schleunigst ändern. Grundlage für die Neuausrichtung soll das Arbeitspapier von Michael Zander (wir berichteten) sein.