Die Vielfalt der Stadt in Wort und Schrift

Roman Kruzycki (links) zeigt in den Räumen seiner Chirurgischen Praxis an der Königsberger Straße 66 am 20. und 21. Juni die Ausstellung „Ennepetal in Wort und Schrift". Hans Hermann Pöpsel hat ein Begleitheft  erstellt.
Roman Kruzycki (links) zeigt in den Räumen seiner Chirurgischen Praxis an der Königsberger Straße 66 am 20. und 21. Juni die Ausstellung „Ennepetal in Wort und Schrift". Hans Hermann Pöpsel hat ein Begleitheft erstellt.
Foto: WP

Ennepetal..  „Ennepetal in Wort und Schrift“: So lautet der Titel einer Ausstellung der besonderen Art, die der Voerder Chirurg Roman Kruzycki am 20. und 21. Juni in seiner Praxis veranstaltet. Etwa 570 Publikationen, die auf verschiedene Weise in Verbindung mit der Stadt stehen, wird der Arzt in Form von eingescannten Kopien der Titelseiten in seinen Räumen zeigen.

Endlose Liste der Themenbereiche

Werke zur Geschichte Ennepetals und seiner Stadtteile, u. a. von Dieter Wiethege, Hermann Hirschberg, Hans Joachim Kaltenbach, Hefte und Bücher über die Kluterthöhle, die Straßenbahnen und Talsperren, Bildbände, Informationsbroschüren, Zeitungen und Zeitschriften, Romane des heimischen Autors Uwe Schumacher sowie weitere literarische Werke, plattdeutsche Literatur, Hefte der Heimatvereine und die Ausgaben des Heimatbriefs, Tourismusbroschüren, Bücher über die Schulen, Schülerzeitungen, Vereins-, Firmen- und Familienchroniken – die Liste der Themenbereiche ist schier endlos.

Zu sehen werden auch Kopien der ältesten Urkunden, darunter der Eintrag aus dem Urbar des Klosters Werden (um 1050 bis 1070), die Urkunde vom 23. Mai 1315, in dem Hof Royckeberge (Rüggeberg) erwähnt wird, die Urkunde des Klosters Deutz aus dem Jahr 1019, die einen Hof Lithe erwähnt (möglicherweise handelt es sich dabei um In der Lieth in Oberbauer) sowie der Vertrag vom 1. April 1949 über die Stadtwerdung Ennepetals. Eine Reihe von Fotobüchern von Roman Kruzycki, die der leidenschaftliche Fotograf unter anderem zu verschiedenen Anlässen zusammengestellt hat, runden die Ausstellung ab.

Er habe als Zugereister etwas über seine neue Heimat erfahren wollen, erklärt der aus Polen stammende Chirurg. Nach und nach habe er die große Fülle an Büchern, Heften und Flyern entdeckt, die sich mit unterschiedlichen Aspekten des Lebens in Ennepetal befassen. Schließlich entwickelte er die Idee, diese Fülle so weit wie möglich zusammenzutragen und sie allen Interessierten vor Augen zu führen.

Begleitheft von Hans Hermann Pöpsel

Unterstützt wurde Roman Kruzycki von Hans Hermann Pöpsel, dem Vorsitzenden des Arbeitskreises Stadtgeschichte. Er hat ein Begleitheft zur Ausstellung zusammengestellt, in dem er an den Ausstellungsräumen orientiert kurze Informationen zu Autoren, Themenbereichen und Inhalten gibt. „Es ist erstaunlich, was da zusammenkommt, wenn man das gebündelt sieht“, meint Hans Hermann Pöpsel. Roman Kruzycki habe durch seine Recherchen sogar eine bessere Sammlung zusammengetragen, als die, die das Stadtarchiv verzeichnet.

Die Ausstellung ist die zweite einer vierteiligen Reihe mit Ennepetaler Bezug, die Roman Kruzycki in diesem Jahr organisiert. Im März waren von Grundschulkindern gemalte Bilder mit Motiven aus der Stadt zu sehen. Am 12. und 13. September folgen Ansichten, die die heimischen Künstler Ilse von Sievers, Max Morlok und Helmut Heiermann auf die Leinwand gebracht haben, und am 21. und 22. November zeigt Roman Kruzycki eigene Fotos mit Stadtmotiven.

INFO:

Die Ausstellung „Ennepetal in Wort und Schrift“ in der Chirurgischen Praxis Roman Kruzycki, Königsberger Straße 66, ist am Samstag und Sonntag, 20. und 21. Juni, jeweils von 10 bis 14 Uhr zu sehen. Die Eröffnung am Samstag um 10 Uhr wird Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen vornehmen.

Spenden und Erlöse der Ausstellung werden der Evangelischen Stiftung Loher Nocken zu Gute kommen. Deren Leiter, Dr. Thomas Trapper, wird zur Eröffnung ebenfalls anwesend sein.

Geblättert werden kann in den Druckerzeugnissen nicht. Justine Mirabile, Inhaberin der Buchhandlung Bochhammer in Altenvoerde, wird aber einige Werke auf einem Büchertisch zum Kauf anbieten.

Auch werden an beiden Tagen Vertreter des Arbeitskreises Stadtgeschichte anwesend sein und allen Interessierten für Fragen zur Verfügung stehen.