Die Stadtbücherei mit mehr Leben füllen

Gevelsberg..  Keine Frage, es hat sich innerhalb des letzten Jahres schon einiges getan bei der Stadtbücherei. Doch das ist bei weitem noch nicht genug. „Eine Bücherei muss in Bewegung sein, das Haus muss mit Leben gefüllt sein“, sagte Rüdiger Völkl, der Vorsitzende der „Lesefreunde“ – dem Förderverein der Stadtbücherei Gevelsberg in seiner Begrüßungsrede in den Räumlichkeiten der Kornbrennerei.

Dorthin hatte der sich Anfang des Jahres neuformierte Verein eingeladen, um bei einer hausgemachten Buchstabensuppe mit interessierten Bürgern ins Gespräch zu kommen. An oberster Stelle möchte der Förderverein die Arbeit der Stadtbücherei in ihrem Bildungs- und Informationsauftrag unterstützen und sieht daher auch sein Wirken als Ergänzung, keinesfalls als eine Entlastung für die städtischen Aufgaben an, die das Team um Büchereileiterin Stephanie Kron Tag für Tag mit vollem Einsatz leistet.

Rüdiger Völkl Vorsitzender

Wer aber sind denn nun eigentlich die führenden Köpfe der „Lesefreunde“? Neben dem Vorsitzenden Rüdiger Völkl agiert Ralf Terjung (SPD-Ratsmitglied) als Stellvertreter. Antje Simon-Behr von der Stadtsparkasse kümmert sich um die Finanzen, Jörg Prostka übernimmt, wie auch schon bei seinem Arbeitgeber der AVU, das Ressort Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Als Schriftführerin fungiert Elke Kramer, ihres Zeichens Vorsitzende des Ausschusses für Sport, Kultur und Freizeit. Zudem konnte man den Vorsitzenden von „Mentor – die Leselernhelfer Gevelsberg e.V.“, Klaus R. Wortmann und Wolfram Thiel, den Fraktionsvorsitzenden von „Bündnis 90/Die Grünen im Rat, mit ins Boot holen. Last but not least natürlich Stephanie Kron, um deren Institution sich ja schließlich alles dreht und die laut Satzung daher auch eine beratende Mitgliedschaft im „Lesefreunde“-Vorstand inne hat.

Sie alle hatten eigens für diesen Abend einen riesigen Koffer an Ideen gepackt, die man den Gästen in lockerer Atmosphäre vorstellen wollte. An Hand einer gut besuchten Nacht der Bibliotheken, dem erfolgreichen Bücherfrühling und Büchertrödel zeigt sich, das „Gevelsberg eine lesefreudige Stadt ist“, wie es die zweite stellvertretende Bürgermeisterin Annette Bußmann in ihrem Grußwort formulierte.

Es sind ihrer Meinung nach in erster Linie junge Menschen, die man für das Medium Buch begeistern müsste. Sie sollten ihre Smartphones oder I-Pads einmal beiseite legen und mittels eines Buches die „Pforte der Phantasie“ öffnen. Daher sei auch der erst kürzlich einberufene Jugendbüchereibeirat eine sehr gute Sache. Junge Leser selbst darüber entscheiden zu lassen was in den Regalen stehen soll ist ein Schritt der zeigt, die Stadtbücherei ist in Bewegung. Und genau das ist das Ziel der „Lesefreunde“. Denn nur durch neue Mitglieder und Spenden ist es ihnen möglich, zukünftig das angestaubte Image aus dem Haus zu kehren um dort frischen Wind hineinzulassen. Auch wenn Wilhelm Busch einst in einem Gedicht schrieb: „Willst du froh und glücklich leben, lass kein Ehrenamt dir geben. Willst du nicht zu früh ins Grab, lehne jedes Amt gleich ab.“ – die Mitglieder des Fördervereins stellen sich dem gestärkt entgegen um zu beweisen, dass man gemeinsam nicht nur stark ist sondern etwas bewegen und erreichen kann.