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Die Kluterthöhle wird ein „starker Ort“

17.01.2012 | 17:28 Uhr
Die Kluterthöhle wird ein „starker Ort“

Ennepetal.Die Klutertstadt wird schon bald zu den „Starken Orten“ zählen. „Wir sind sicher, dass das Projekt zu einem Powerprojekt wird“, so Moderatorin Linde Arndt, Pressesprecherin von Kunstraum EN.

Wer erinnert sich nicht an das Kulturhauptstadtjahr Ruhr 2010. Die Metropole Ruhr sollte entstehen, und mit vielen Projekten wurde die pulsierende Energie des Ruhrgebietes vorgestellt. Eines dieser Projekte im Kulturhauptstadtjahr waren die „Starken Orte“, wo 15 Künstlerbünde an 13 verschiedenen „Starken Orten“ Ausstellungen organisiert hatten. Das Projekt präsentierte das, was das Ruhrgebiet ausmacht: eine gut vernetzte Metropole Ruhr.

Im Jahr 2011 haben sich die Akteure der „Starken Orte“ immer wieder getroffen, um das weitere Bestehen zu organisieren. „Kunstraum EN“ hat sich in die Idee mit eingebracht und gehört zu jenem Netzwerk.

Und: Nun wird auch Ennepetal zu den „Starken Orten“ gehören. Kunstraum EN macht neugierig auf die erste Ausstellung unter dem Titel „Kontraste“ in der Kluterthöhle. Diese Ausstellung wird unter der Dachmarke des Projektes organisiert. Linde Arndt: „Besonders spannend ist, dass die Kluterthöhle eine der größten Natur- und Schauhöhlen Deutschlands mit 300 Gängen von über 5497 Metern Länge ist. Die Kluterthöhle bietet ein ganz besonderes Kontrastprogramm zur Kunst.“

Vom 27. April bis 3. Juni findet die 10. Höhlenkunst nunmehr als „Höhlenkunst – Starke Orte 2012“ statt.

Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen begrüßte im Mehrgenerationenhaus die Diskussionspartner und bedankte sich bei den Vertretern von Kunstraum EN, die die Initiative für eine weitere Ausstellung der Höhlenkunst ergriffen haben.

Werner Kollhoff, künstlerischer Leiter und erster Vorsitzender des Kunstraums EN, betonte, dass die Kluterthöhle im Grunde ein Museum, von der Natur geschaffen, sei. Da es sich um eine Naturhöhle handelt, werden bestimmte Kriterien beachtet. Kollhoff hatte die Höhlenkunst im Jahr 1997 ins Leben gerufen, zuletzt fand diese im Jahr 2010 statt. Zur ersten Ausstellung waren 700 Besucher gekommen. „Wir waren darauf nicht eingestellt.“ Thomas Seibel war der erste Künstler, der dort ausstellte.

Bei der Vorstellung des Kunstprojektes mit dabei waren Klaus Nixdorf, Gründungsmitglied des Netzwerkes „Starke Orte“ und erster Vorsitzender des Bochumer Künstlerbundes sowie der zweite Vorsitzende des Bochumer Künstlerbundes, Werner Block, Hella Sinnhuber, Pressesprecherin des „Sing, Day of Song“ und Stephan Langhard, Leiter des Fachbereiches Kultur. Gekommen waren auch Wolfgang Kern, Geschäftsführer der „Kluterhöhle und Freizeit GmbH“ sowie Höhlenführer Patrice Cailly, die das Projekt begrüßten.

Vorgesehen sei auch, so Hella Sinnhuber, am 2. Juni, bei der Neuauflage des „Sing, Day of Song“ zum ersten Mal in der Höhle Gesänge erklingen zu lassen. Die Organisatoren freuen sich, einen lokalen Chor für die Höhlengesänge zu finden. Geworben wird in Kindergärten und Grundschulen. „Jedes teilnehmende Kind erhält ein Liederbuch“, versprach Sinnhuber. „Die Höhle hat eine ungeheuere Akustik“, so Wolfgang Kern.

„42 Künstler der 54 Bewerber des Netzwerkes ,Starke Orte’ haben bereits die Kluterthöhle besucht, haben sich von ihr inspirieren lassen und waren begeistert von der Kraft und Herausforderung dieses Ortes“, sagte Linde Arndt. Eine Jury wird die Teilnehmer auswählen, etwa 25 Projekte werden voraussichtlich zu sehen sein.

Am Anschluss an die Vorstellung des Projektes konnte der Ausstellungsort, die Kluterthöhle, besichtigt werden.

Angelika Trapp

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