Die Hofübergabe in der Heimat

Schwelm..  Viele Menschen, die aus ihrer angestammten Umgebung vertrieben werden, bleiben in Gedanken doch noch oft in der Heimat. So geht es auch vielen Schlesiern, die heute in Schwelm leben. Deshalb haben sie sich zu einem Verein zusammengeschlossen, in dem die schlesische Tradition in Erinnerung gerufen wird. Normalerweise gibt es zum kulturellen Austausch noch Kaffee und Kuchen. Doch letzten Samstag gab es Wellwurst. Das ist eine typisch schlesische Wurst. „Das passt jetzt alles in die Jahreszeit – die traditionelle Wellwurst, Erntedank und Herbst“, erklärte der erste Vorsitzende Norbert Brosat.

An den Wänden: Bilder aus dem Wernersdorf, wo viele der Vereinsmitglieder herkommen. Auch eine Mundartsprecherin war anwesend, die einen Text auf „Schlesisch“ vorlas. Ein Thema des Treffens war auch die Rente, denn das schlesische Rentensystem stelle ein großes Problem dar. Die Jungbauern müssen für ihre Väter zahlen, nachdem sie deren Hof übernommen hatten. Diese Abgabe nennt sich „Altenteil“. Bei dem Treffen in der CDU-Geschäftsstelle war die Platzkapazität ausgeschöpft.