Die „Grüne Ganz“ hat endgültig ausgeschnattert

Was bleibt, sind Erinnerungen. Erinnerungen an lustige Kegelabende, an nette Essen und an eine Zeit, als das Herrengedeckt zum Standard nach Feierabend und beim sonntäglichen Frühschoppen gehörte. Das war zwar seit Jahrzehnten in der „Grünen Ganz“ an der Hagener Straße im Gevelsberg-Vogelsang nicht mehr möglich, doch jetzt kündet auch kein Gebäude mehr von der ehemaligen Kneipenkultur und der Heimat etlicher Kegelclubs. Der Abriss des überirdischen Teils des Gebäudes, das vermutlich aus dem Jahr 1860 stammt, ist fast abgeschlossen, bald werden die Mitarbeiter der Firma Ranft mit dem unterirdischen Teil beginnen. Ist auch das erledigt, ist von dem ehemals größten Schandfleck im Stadtbild zur Erleichterung vieler Anwohner endlich nichts mehr zu sehen. Was auf dem etwa 3000 Quadratmeter großen Gelände einmal entstehen wird, ist ungewiss. Zunächst einmal ist alles vorstellbar außer ein Supermarkt, denn diese Planungen wurden bereits vor Jahren ad acta gelegt. Bürgermeister Claus Jacobi brachte bereits Arztpraxen oder Wohnbebauung ins Spiel. Auch Parkflächen standen im Zuge der Diskussion um den bevorstehenden Umbau der B7 bereits im Raum. Zunächst einmal sollen Abriss und Entsorgung bis Ende März abgeschlossen sein. Dann will die Stadt Gevelsberg das Grundstück, das aktuell in ihrem Besitz ist, auf den Markt und später an einen Käufer bringen. Text/Foto: Stefan Scherer

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